Das Unternehmen spricht von einem „Winterschlaf“ und stellt eine Fortführung in Aussicht, falls sich die Marktbedingungen wieder verbessern. Als Grund gibt Shuuz an, dass der Verwertungspartner Kolping Recycling die Vergütung zum 1. August um 52 % kürze. Gleichzeitig seien die Paketkosten von DHL gestiegen. Unter diesen Bedingungen könne den teilnehmenden Privatpersonen, Schulen, Kindergärten und Vereinen kein Erlös aus den eingesandten Schuhen mehr angeboten werden. „Shuuz und der gesamte Alttextilienmarkt stehen aktuell vor einer sich anbahnenden Katastrophe“, heißt es auf der offiziellen Website.
Bereits zuvor hatte Shuuz auf sinkende Erlöse, volle Lager und steigende Transportkosten hingewiesen. Hinzu kämen eine schwächere Nachfrage nach gebrauchten Textilien und Schuhen sowie Schwierigkeiten beim Export in wichtige Absatzmärkte.
Die angespannte Marktlage zeigt sich auch bei anderen Sammelaktionen. Kolping Deutschland beendete die Schuhaktion „Mein Schuh tut gut“ 2025/2026 Ende Februar. Als Grund nannte der Verband die vollständige Auslastung der Verwertungsgesellschaften.
Shuuz besteht seit 2011 und arbeitet bei der Verwertung der eingesandten Schuhe mit Kolping Recycling zusammen. Es handelt sich um ein Sammelprojekt, über das Privatpersonen, Schulen, Kindergärten und Vereine gebrauchte Schuhe einsenden und dafür bislang eine Vergütung erhalten konnten. Bis November 2023 waren nach Angaben des Partners mehr als drei Millionen Kilogramm Schuhe über das Projekt gesammelt worden.