Die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe auf sich zu lenken, ist eine immerwährende Notwendigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in das Sichtfeld der Konsumentinnen und Konsumenten gelangen oder die Strahlkraft der eigenen Marke ausbauen möchte: Mit der Sichtbarkeit steht und fällt ein Unternehmen, egal ob Handel, Industrie oder Dienstleister. In dieser Ausgabe finden sich genügend Beispiele dafür, welche Bedeutung die eigene Sichtbarkeit für die Unternehmen haben. So erklärt etwa Manuela Pierog, Rexor-Mitgliederbetreuerin und seit Januar auch Vorsitzende des WMS-Arbeitskreises, meinem Kollegen Christopher Mastalerz im Interview, dass auf WMS-Seite besser kommuniziert werden müsse. Generell gilt, durch mehr Sichtbarkeit die Bekanntheit und den einst höheren Stellenwert des WMS-Zertifikats wiederherzustellen. Wichtig hierbei sei es vor allem, nicht nur die Branchenteilnehmer zu erreichen, sondern auch die Eltern. Hierfür müssen Handel und Industrie jedoch konsequent zusammenarbeiten. Der Kinderschuhhersteller Richter ist ein weiteres Beispiel für die Relevanz von Sichtbarkeit. Nachdem das Unternehmen Ende vergangenen Jahres Insolvenz anmeldete, musste sich Richter einigen Transformationen unterziehen, um nach wie vor zukunftsfähig zu bleiben. Dabei habe es kaum Händler gegeben, die aufgrund der Unsicherheiten ihre Order einstellten, erzählt Geschäftsführer Josef Renner meiner Kollegin Petra Steinke. Um nun nach einem halben Jahr wieder positive Signale zu senden, hat Richter an seiner Sichtbarkeit gearbeitet. Die Marke war wieder auf der Expo Riva Schuh im Juni zu sehen, für Renner ein wichtiger Schritt: „Wir sind froh, dass wir uns wieder auf der Messe gezeigt haben, dass wir präsent waren. Die Branche hat gesehen: Bei Richter geht es weiter.“ Bei Däumling ist Sichtbarkeit ebenfalls ein Thema, wenn auch in einem anderen Kontext. Die Marke sieht sich mit dem Fokus auf Lauflernschuhe in einer Nische, die für größere Kinder eher uninteressant ist. „Bei einer Größen-Range von 18 bis 42 müssen wir schauen, in welchen Marktsegmenten wir erfolgreich sein können“, erklärt Tristan-Sebastian Nitsche im Interview. Um die Sichtbarkeit des Unternehmens zu erhöhen, müsse sich deshalb nicht nur die Kollektion, sondern auch die Marke verändern. Und auch im Handel gibt es Positivbeispiele, wie etwa Terhünte in Heek. Das Kinderschuhgeschäft setzt nicht nur auf Social Media, sondern auch auf Plakate und Radiowerbung. Das wichtigste bleibt allerdings: die Mundpropaganda. „Zufriedene Kunden sind der beste Multiplikator“, so Inhaberin Stefanie Gausling.