Der Insolvenzverwalter der Signa Holding hat bekanntgegeben, dass das Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen der Signa Retail GmbH eröffnet hat. Christof Stapf, Insolvenzverwalter der Holding, wurde auch für Signa Retail zum Insolvenzverwalter bestellt. Die allgemeine Prüfungstagsatzung wurde für den 20. Juni 2024, die Sanierungsplantagsatzung und die Schlussrechnungstagsatzung für den 25. Juli 2024 anberaumt.
Bei der Signa Retail GmbH handelt es sich um eine Tochter der Signa Holding, die als Zwischenholding für die Beteiligungen der Gesellschaften fungiert, in denen die Retail-Aktivitäten gebündelt werden. Zu den Retail-Aktivitäten gehört die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof, die zurzeit von NRCD Equity Partners und BB Kapital SA übernommen wird, und die Kadewe Group, die vollständig an den anderen Anteilseigner, die Central Group, veräußert wird.
Laut Insolvenzantrag der Signa Retail GmbH wurden Passiva in Höhe von rund 1,13 Mrd. Euro angemeldet, die im Wesentlichen auf schlagend gewordene Haftungsverpflichtungen der Gesellschaft aufgrund des Insolvenzantrags der Signa Holding GmbH zurückzuführen sind. Betroffen sind davon 26 Gläubiger. Das Vermögen wird derzeit mit rund 1,5 Mio. Euro beziffert. Die Mindestquote im Insolvenzverfahren ohne Eigenverwaltung beträgt 20%.