„Wir sind hier, um das gewisse Etwas zu finden“, fasste Hansjörg Egli, Geschäftsführer der Schweizer Verbundgruppe Zusa, den Grund seines Messebesuchs zusammen. Und auch wenn die Lage im Schuheinzelhandel, vor allem im deutschen, nicht gerade rosig ist, sahen viele Händler es offenbar ähnlich und hatten sich auf den Weg nach Mailand gemacht. Vor allem der erste Messetag wurde im Hinblick auf die Frequenz gut besprochen; auch zahlreiche italienische Händler nutzten vor allem den Auftakt der Messe für einen Besuch.
„Die Stimmung im Handel ist schwierig, aber wer Neues bringt, kann sich von den Mitbewerbern abheben“, ist Martina Denkstein (Alma en Pena, Wonders) überzeugt und freute sich auf der Micam über gute Frequenz an den beiden Ständen. Als „nicht himmelhoch jauchzend, aber doch etwas positiver als befürchtet“, wertete Stefanie Mäder (Brunate) die Gemütslage im Handel.
Beim Blick auf die Kollektionen zeigt sich, dass Gold sowie weitere Metallics wie Silber und auch pastellige Varianten, hoch im Kurs stehen. Auch Leo scheint, obwohl bereits jetzt in den Läden zu sehen, weiterhin eine Rolle zu spielen. Echsenprägungen setzen die Reihe der Animal-Designs fort.
Ballerinas gehören zu den unverzichtbaren Modellen und zeigen sich in neuen Varianten. Auch hier darf es glitzern und glänzen. Die Leistenformen sind vielfältig von spitz über verrundet bis hin zu Karrées.
Volumige Pantoletten mit gepolsterten Riemen sowie Casual-Sandalen bringen sommerliche Leichtigkeit ins Spiel. Und der Sneaker wird zunehmend schlanker, einhergehend mit einer dünnen Sohle.
Bei den Herren bleibt die Sportivität unverzichtbar. Stylische Hybride kombinieren Brown-Shoe-Look und Sportswear. Die Looks sind etwas zurückgenommener. Die Farben bleiben eher gedeckt und bewegen sich im Bereich der Naturtöne. Wenn es „bold“ sein soll, werden sommerliche Farben kombiniert. Dann darf es auch eine etwas voluminösere Sohle sein. Insgesamt zieht sich aber eine gewisse Beruhigung durch die Herrenschuhmode.
Einen ausführlichen Bericht über die Micam lesen Sie in der kommenden Woche in der Print-Ausgabe von schuhkurier sowie im E-Paper.