Der zweite Tag begann mit einer analytischen Auseinandersetzung zur Warensteuerung. Gemeinsam mit Ole Schartl von Hachmeister & Partner analysierte Stephan Krug, wie sich Timing und Effizienz im Wareneinsatz verbessern lassen. Eine Untersuchung zeigte, dass viele Prozesse im Schuhhandel noch immer traditionellen Mustern folgen – mit zum Teil fatalen Folgen für die Umsätze. Die Daten belegen: Ware muss schneller wirken, und saisonale Schwankungen müssen besser antizipiert werden. Der Aufruf lautete, datenbasiert zu handeln, statt auf Bauchgefühl zu setzen.
Anschließend standen Nachorderprozesse im Fokus. Philip Wagner, Andrea Naitana (BNS) und Stefan Nicolai (ECC) zeigten, wie digitale Systeme wie VMI den Alltag im Handel erleichtern können. Automatisierte Nachversorgung, Echtzeitinformationen und transparente Lagersteuerung verschaffen den Mitarbeitenden mehr Zeit für die Kundschaft – und können so Umsatz und Zufriedenheit steigern.
Das Thema Plattformgeschäft wurde von Alexander Hock, Alexander Fricke (Comercus) und Tanja Seipp (Laufgut Müller) beleuchtet. Sie präsentierten das Tool Iris One als zentrale Schaltstelle für den Verkauf über verschiedene Marktplätze. Händlerinnen und Händler können damit ihre Angebote kanalübergreifend steuern, Preise gezielt anpassen und neue Märkte erschließen – national wie international. Tanja Seipp berichtete von ihrer positiven Erfahrung mit dem Tool, das ihr Team in die Lage versetzt, effizient und kundenorientiert auf SABU.de und Amazon zu verkaufen.