Redling will vor allem alles beibehalten, was an der Marke gut funktioniert. Die Leisten sind dieselben wie zuvor, die Bestseller-Modelle werden weitergeführt. Seine erste Aufgabe war es daher, einen Produzenten zu finden, der das ermöglicht: Zu Christian Dietz gehörte zuvor ein Fertigungsbetrieb südlich von Porto, der mit der Auflösung geschlossen werden musste. „Wir brauchten einen Partner, bei dem die Qualität, der Service und die Lieferpünktlichkeit dem entsprechen, was die Handelspartner von Christian Dietz erwarten“, beschreibt es der Geschäftsführer. Gefunden hat er eine Fabrik in der Nähe, zu der auch einige ehemalige Christian-Dietz-Mitarbeiter gewechselt sind. Völlig nahtlos sei der Übergang jedoch nicht gewesen, führt Redling aus: „Während die Qualität von Anfang an gepasst hat, kam es in der ersten Saison noch zu einigen Verzögerungen.“ Die ersten Monate war er daher vor allem mit den Bestandskunden im Austausch, deren Vertrauen er gewinnen musste: „Viele Händler wollten wissen, wie es mit der Marke weitergeht, weil sie vom Produkt überzeugt sind und die Marke weiterführen wollen. Daher sind viele den Weg mitgegangen. Da muss ich ihnen einen großen Dank aussprechen.“ Die Kalkulation für den Handel sei laut Marco Redling auf dem vorherigen Niveau geblieben. Die Preislagen liegen zwischen 150 und 200 Euro. Obwohl die Kosten steigen – im Januar 2026 wurden die Mindestlöhne in Portugal von 870 Euro auf 920 Euro angehoben –, sollen die Preislagen auch künftig beibehalten werden. Möglich sei das vor allem dank der schlanken Strukturen im Unternehmen. Während die aktuellen Preise laut dem Geschäftsführer gut angenommen werden, will er die 200-Euro-Marke möglichst vermeiden.