Laut Studie werden 47,2 % der 10- bis 17-Jährigen durch Werbung in sozialen Medien auf Produkte aufmerksam. 40,4 % geben an, über Empfehlungen von Influencerinnen und Influencern Produkte zu entdecken, die sie später kaufen. Fast vier von zehn Befragten besuchen mindestens einmal pro Woche einen Onlineshop.
Besonders häufig kaufen die jungen Verbraucherinnen und Verbraucher Kleidung, Schuhe und Accessoires. Mit einem Anteil von 66,9 % liegt diese Kategorie deutlich vor Elektronikprodukten mit 43,6 %. Dahinter folgen Medien- und Unterhaltungsangebote mit 31,2 % sowie Beauty- und Pflegeprodukte mit 29,7 %.
Die monatlichen Ausgaben fallen unterschiedlich aus. Rund ein Drittel der Befragten gibt zwischen zehn und 20 Euro für Onlinekäufe aus. Bei 26,3 % sind es zwischen 21 und 50 Euro. Weitere 12,2 % investieren monatlich zwischen 51 und 100 Euro und damit bis zu 1.200 Euro im Jahr.
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit der Käufe. Während 11,3 % der 10- bis 13-Jährigen mindestens einmal im Monat online einkaufen, liegt der Anteil bei den 14- bis 17-Jährigen bei 28,5 %. Zu den beliebtesten Plattformen zählen Amazon, Zalando und Ebay. Auch die chinesischen Anbieter Temu und Shein gehören zu den fünf meistgenannten Angeboten.
Die Untersuchung verweist zugleich auf Risiken: Nach der Auswertung zeigen 1,2 % der Befragten ein problematisches Online-Kaufverhalten. Unter Jugendlichen liegt der Anteil mit 1,6 % höher als unter Kindern mit 0,7 %.
„Wenn Kaufimpulse vor allem über soziale Medien entstehen, müssen Kinder und Jugendliche lernen, Werbung und kommerzielle Interessen dahinter zu erkennen“, erklärt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Die Studienverantwortlichen sprechen sich für eine stärkere Medien- und Finanzkompetenz sowie einen besseren Schutz junger Menschen vor manipulativen Werbemechanismen aus.