’Spiegel Online‘ beruft sich in seinem Bericht vom 14. Januar auf entsprechende Insider-Informationen. Demnach soll der Verkauf von C&A kurz vor dem Abschluss stehen. Seitens des Unternehmens gab es laut ‘Spiegel Online’ zu der Information weder Bestätigung noch Dementi.
Die Familie Brenninkmeijer verfügt nach Schätzungen über ein Vermögen von mehr als 20 Mrd. Euro. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen Cofra Holding AG, in dem die Anteile der Familie gebündelt sind, ist Mutterunternehmen von C&A.
Laut ‘Spiegel Online’ hat sich die Cofra Holding auf eine aktuelle Anfrage zu einem möglichen Verkauf zurückhaltend geäußert. Der andauernde Umbau von C&A beinhalte auch das Ausloten verschiedener Wege, um in Wachstumsmärkten wie China und im Digitalen Fahrt aufzunehmen, heißt es laut ‘Spiegel Online’ in einem Statement von Cofra. Der Umbau könne „potentiell auch Partnerschaften und andere Arten von zusätzlichen, externen Beteiligungen beinhalten.“
Laut Medienberichten lag der Umsatz von C&A in 2017 bei 2,62 Mrd. Euro. Das Unternehmen hatte in den zurückliegenden Jahren mit verstärktem Wettbewerb durch vertikale Anbieter wie H&M und Primark zu kämpfen. 2011 hatte der Umsatz noch bei 3,09 Mrd. Euro gelegen.
Schuhabteilungen in Kooperation mit HR Group
C&A hat im Mai 2017 einen interessanten Coup für das Schuhbusiness verkündet. Das Unternehmen war mit der Osnabrücker Hamm Reno Group eine Kooperation für das Systemgeschäft seiner Schuhabteilungen eingegangen. Seit dem 1. September 2017 werden in insgesamt 292 C&A-Filialen, davon 233 in Deutschland, Schuhabteilungen von der HR Group betreut. Auch Einkauf und Logistik der Schuhabteilungen werden im Zuge der Kooperation von der HR Group übernommen.
In der ZDF Mediathek gibt es eine Dokumentation über die Familie Brenninkmeijer, die den Werdegang des Unternehmens beleuchtet.