Nahezu die gesamte Schuhproduktion für Steve Madden soll zum Herbst 2025 aus China in andere Länder verlagert werden. Das hat Edward Rosenfeld, CEO von Steve Madden, vergangene Woche in einer Telefonkonferenz gegenüber der Presse erläutert. Wie das US-amerikanische Medium Footwear News erläutert, gehe es darum, Schaden durch die US-Zollpolitik zu minimieren. Noch im Herbst 2024 hatte das US-amerikanische Unternehmen 71% seiner US-Importe aus China bezogen, im Herbst soll es nur noch ein Anteil im niedrigen zweistelligen Bereich sein. Im Frühjahr 2026 soll dann ein mittlerer einstelliger Anteil erreicht werden. Als alternative Produktionsländer böten sich unter anderem Mexiko und Brasilien an, weil für diese Länder keine reziproken Zölle eingeführt worden seien.
Unterdessen habe Steve Madden, so Rosenfeld weiter, die Preise für Produkte selektiv angehoben – im Schnitt um 10%, bei einigen Produkten auch um 20%. Dies habe in einigen Fällen zu Stornierungen geführt.
Ganz verabschieden will sich das Unternehmen aber nicht aus China. Für den Fall, dass in Zukunft eine Situation eintritt, in der Zölle wegfallen, wolle man in der Lage sein, die Produktion in dem Land wieder hochzufahren, so der CEO.
Für das erste Quartal, das am 31. März endete, sank der Nettogewinn um 8% auf 40,4 Mio. US-Dollar (35,9 Mio. Euro). Der Umsatz stieg minimal um. 0,1% auf 551,4 Mio. US-Dollar (490 Mio. Euro). Steve Madden hat seine Prognose für 2025 aufgrund der Zollsituation justiert.