Aus der Studie geht hervor, dass die jeweils 250 umsatzstärksten Onlineshops in Österreich mit einer Wachstumsrate von 19% einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro (Vorjahr 2,1 Mrd. Euro) erwirtschaftet haben. Die Steigerungsrate in der Schweiz beträgt 26,5%. Hier kamen die untersuchten Shops auf einen Umsatz von 4,3 Mrd. Euro (Vorjahr 3,4 Mrd. Euro). Die Marktkonzentration blieb in den beiden Ländern blieb laut der Studie annähernd konstant; in Österreich generierten die 10 umsatzstärksten Händler 30,7% und in der Schweiz 35,2% der Online-Umsätze.
Multichannel
61,2% aller untersuchten Onlineshop-Betreiber in Österreich positionieren sich zusätzlich mit einem stationären Ladengeschäft am Markt. Weitere Vertriebskanäle sind laut Studie vor allem die Marktplätze von Amazon mit 36,4% sowie eBay mit 26,8% und Kataloge mit 18,4%. Bereits 34,4% der Onlineshops bieten eine für Smartphones optimierte Website oder App mit integrierter Shopfunktion an.
In der Schweiz steigerte sich der Anteil der Onlinehändler, die auch ein stationäres Geschäft haben, auf 57,2%, das sind gute 7% mehr als im Vorjahr. In der Nutzung weiterer Vertriebswege unterscheiden sich die Shopbetreiber aus der Schweiz deutlich von denen in Österreich: 27,2% verkaufen ihre Produkte auch über Kataloge, nur 14% nutzen den Amazon-Marktplatz als Vertriebsweg und bei eBay sind es gerade 5,6%. Bei den mobilen Aktivitäten liegt die Schweiz etwas vor Österreich. Es bieten 38% der schweizerischen Onlineshops eine für Smartphones optimierte Website oder App mit integrierter Shopfunktion an. In Österreich bieten diese mobilen Services knapp 35% der Onlinehändler an.
Facebook dominiert
Der Anteil der Onlineshops, die soziale Netzwerke nutzen, ist weiter gestiegen. Facebook ist nach wie vor am beliebtesten und wird von 85,6% der Shops in Österreich und 79,2% der Shops in der Schweiz genutzt. Eine deutliche Steigerung ist auch bei anderen Kanälen zu erkennen: 58,4% der österreichischen Onlineshops verfügen über einen Twitter-Account, in der Schweiz sind es sogar 61,2%. 58,8% der Shops in Österreich und 50% in der Schweiz nutzen einen eigenen Kanal bei YouTube. Deutlich ausgebaut haben die Shopbetreiber auch ihre Präsenz bei Google+, in Österreich mit 53,6% und in der Schweiz mit 41,6%.
Versand transparenter
Der Versand mit der Österreichischen (34,4%) bzw. Schweizerischen Post (59,2%) ist weiterhin die am häufigsten angebotene Versandart. Viele Shops, 20,4% in Österreich und 24% in der Schweiz, setzen bereits auf Cross-Channel-Services (Click & Collect) und bieten auch eine Selbstabholung der Produkte an. Die Transparenz des Versandangebots hat sich deutlich verbessert: Die Anzahl der Onlineshops, die keine oder ungenaue Angaben zu den Versandarten machen, hat stark abgenommen und beträgt nun 14,8% in Österreich und 20% in der Schweiz.