Luftig und bequem sind die Korkfußbettsandalen „Arizona“ und „Madrid“ – und aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Fans der Marke Birkenstock fanden sich bei der Produktion der Verbrauchersendung offenbar schnell: Viele Kundinnen zeigten sich beim Ortstermin in der Ludwigsburger City begeistert, es gab aber vereinzelt auch Skepsis: Blasen an den Füßen und zu hohe Preise der Schuhe wurden von Verbrauchern bemängelt.
Beim Qualitätstest der Sendung „Marktcheck“ trat das Birkenstock-Modell Arizona gegen vergleichbare Produkte von Tamaris, Rohde, AFS und Deichmann an. Beim PFI in Pirmasens wurden die Schuhe unter anderem auf Bisphenole, Chlorparaffine, Formaldehyd und Chrom VI getestet: In keinem Modell wurden die Schadstoffe gefunden. Alle Schuhe hielten auch dem Normtest stand, der etwa Verklebung der Riemen mit der Sohle überprüft. Abfärbungen des Leders kamen so gut wie nicht vor. Die Schnallen sämtlicher Modelle rosten allerdings nach gewisser Zeit und Kontakt mit Wasser.
Die Tragetests mit mehreren Verbraucherinnen fielen unterschiedlich aus: Ein längerer Fußmarsch mit Konzert-Besuch sorgte bei einigen der Testerinnen für Schmerzen in den Fersen und Blasen an den Zehen. Insgesamt schnitten die Birkenstock-Schuhe hier nicht deutlich besser ab als die Konkurrenz-Produkte.
Aus Sicht des Sportorthopäde Dr. Christoph Lutter gibt es keine aussagekräftigen Studien zum Birkenstock-Fußbett. Orthopädische Elemente wie der hohe Rand, eine Stütze im Mittelfußbereich und ein Zehengreifer vorn sind, so der Experte in der Sendung, nur bedingt in einem Massenprodukt sinnvoll, weil jeder Fuß anders ist.
Beim Preis liegt der Birkenstock-Schuh mit 120 Euro teils mehr als 100% über den weiteren Testprodukten. Dabei blickt die Redaktion der Sendung auch auf die Preisentwicklung und hat dazu auf Veröffentlichung der Preisvergleichs-Plattform Idealo zurückgegriffen. Das Modell Arizona sei dort Anfang 2022 noch für 62,70 Euro zu haben gewesen, heute kostet der Schuhe fast das Doppelte.
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