Das Vermietungsvolumen von 213.000 qm blieb im ersten Halbjahr 2023 nahezu stabil. Das geht aus einem Bericht des Immobilienexperten Jones Lang LaSalle SE (JLL) hervor. So erschloss der Markt nur rund zwei Prozent weniger Volumen als noch im Halbjahr zuvor. Dabei stieg der Anteil der Großabschlüsse am Gesamtvermietungsumsatz von 25% auf 38%.
Diesen Anstieg hat vor allem der Textilhandel zu verantworten, dessen ungefähre Gesamtfläche im ersten Halbjahr rund 91.100 qm beträgt. Der Schuheinzelhandel macht vergleichsweise nur einen kleinen Teil des Flächenumsatzes aus. Hier beläuft sich der Wert auf nicht einmal zwei Prozent des gesamten Umsatzes, während Textil 46% ausmacht.
„Der Textilsektor findet zu alter Stärke zurück und führt das Feld im Branchenvergleich mit 46 Prozent wieder eindeutig an“, sagt Dirk Wichner, Head of Retail Leasing bei JLL Germany. „Einige Marken haben während der Pandemie ihre Hausaufgaben gemacht, eine Multichannel-Strategie mit stationärem und Onlinehandel umgesetzt und präsentieren sich in beiden Bereichen kundengerecht. Doch nicht nur die Vertriebsseite, sondern auch die logistische Infrastruktur mit ihren Lieferservices wurde vielfach verbessert. Hier hat sich in den vergangenen Jahren die Spreu vom Weizen getrennt.“ Gleichzeitig fällt die Gastronomie auf dem zweiten Platz weiter zurück. „Zudem wird jetzt wieder deutlich, dass die Textilbranche in der Lage ist, große Flächen zu bespielen, was die Gastronomie so nur in Ausnahmefällen vermag“, sagt Wichner.