Für die siebte Ausgabe des Reports wurden die A-Lagen in 100 deutschen Städten sowie 114 innerstädtische Shoppingcenter untersucht.
Insgesamt erfasst die Studie 15.234 Geschäfte. Das sind 0,3 % mehr als im Vorjahr, gegenüber 2020 jedoch 6,8 % weniger. Die klassischen Einkaufsstraßen entwickelten sich vergleichsweise stabil: Ihre Zahl an Geschäften stieg gegenüber 2025 um 31 auf 8.903 und liegt damit nur knapp unter dem Niveau von 2020. Deutlich stärker verloren innerstädtische Shoppingcenter, in denen die Zahl der Stores seit 2020 um 14,8 % sank.
Unter Druck bleibt insbesondere die Modebranche. Mit einem Anteil von 28,5 % stellt sie weiterhin die größte Warengruppe, seit 2020 ging die Zahl der Modegeschäfte jedoch um 1.398 beziehungsweise 24,4 % zurück. Gegenüber dem Vorjahr sank der Anteil nochmals um 1,1 %. Eine separate Auswertung für den Schuhhandel weist die veröffentlichte Zusammenfassung der Studie nicht aus. Schuhe werden gemeinsam mit Mode und Bekleidung unter der Kategorie „Modischer Bedarf“ erfasst.
Erstmals hat der Report auch die Leerstandsquote systematisch erhoben. Im Durchschnitt waren 9,1 % der verfügbaren Einheiten nicht vermietet. Die Leerstandsquoten fallen je nach Stadt sehr unterschiedlich aus. Am unteren Ende liegen Lippstadt mit 0 %, Ulm mit 2 % und Heilbronn mit 2,7 %. Deutlich höher sind die Werte in Ingolstadt mit 21,6 %, Gera mit 25 % und Solingen mit 29 %.
„Der Blick in die Daten zeigt, dass der Leerstand keinem einfachen Muster folgt“, sagt Iris Schöberl, Managing Director Germany bei Columbia Threadneedle Real Estate. Vorteile hätten unter anderem Städte mit kompakten Innenstädten, guter Verkehrsanbindung, hoher Aufenthaltsqualität und aktivem Standortmanagement.
Gleichzeitig gewinnen andere Nutzungen an Bedeutung. Die Gastronomie legte seit 2020 um 20,6 % zu und erreicht inzwischen einen Anteil von 16,6 %. Damit setzt sich die Verschiebung hin zu einem breiteren Nutzungsmix in den Innenstädten fort.