Der Leerstand im alten Kaufhof-Haus in Hannover könnte bald ein Ende haben. Mit „The Box“ entsteht ein neues Konzept für Handel, Gastronomie und Bildung – und könnte auch dem stationären Schuh- und Modehandel neue Perspektiven bieten.
Drei Jahre lang stand das ehemalige Horten-Haus in Hannovers Innenstadt leer – jetzt soll es mit einem ambitionierten Konzept wiederbelebt werden. Der hannoversche Unternehmer Oliver Blume hat die Immobilie erworben und plant unter dem Namen „The Box“ eine gemischte Nutzung mit Einzelhandel, Gastronomie, Bildungseinrichtungen und Wohnflächen. Der Baustart ist bereits für 2026 geplant, erste Flächen sollen noch in diesem Jahr übergeben werden. Bis Ende Februar läuft ein Architekturwettbewerb für das Gebäude.
Für den stationären Handel kann das Projekt von besonderer Bedeutung sein: Der Standort zwischen Osterstraße und Marktkirche gilt als strategisches Bindeglied zwischen Alt- und Innenstadt. Mit dem Umbau könnte die bisher problematische Lage rund um die Schmiedestraße deutlich an Attraktivität gewinnen.
Nach mehreren gescheiterten Zwischennutzungen, darunter das Aufhof-Projekt, scheint mit „The Box“ nun ein nachhaltiger Ansatz gefunden. Das Projekt steht exemplarisch für eine neue Generation urbaner Immobilienentwicklung, bei der Einkaufen nicht isoliert, sondern als Teil eines erlebnisorientierten Nutzungsmixes gedacht wird.
Signa hatte die im Jahr 1975 als Horten-Kaufhaus errichtete Immmobilie kurz vor dem Insolvenzverfahren im Herbst 2023 an die AT2 Beteiligungsgesellschaft in Frankfurt verkauft. Diese veräußerte es im August 2025 an den Hannoveraner Unternehmer Oliver Blume.