Der Unternehmer äußerte sich in seinem Statement während der Pressekonferenz am 19. Januar auch zu immer wieder aufkeimender Kritik an der Offenheit des Handels für Digitalisierungsthemen. „Das ist ja immer wieder ein Punkt, der in der aktuellen Phase aufkommt, dass unserer Branche nachgesagt wird, dass wir vielleicht nicht intensiv genug an den Themen der Zukunft gearbeitet haben“, so Zumnorde. Dem wolle er deutlich Einhalt gebieten, „denn wir haben alles in die Waagschale geworfen und sind den Weg der Digitalisierung und des Schaffens von weiteren Vertriebskanälen gegangen – auch in der aktuellen Phase.“ Zwar spüre man einen Anstieg des Onlineanteils; dieser liege bei Zumnorde aktuell bei über 40%. „Aber wir stehen an einer Klippe und es tun sich Gräben auf, weil diese Umsätze einfach nicht reichen, um die bisherigen Herausforderungen stemmen zu können“, so Zumnorde.
Allein 800.000 Euro wende das Unternehmen monatlich für die Miete auf, wobei die Reaktion der Vermieter auf die Corona-Krise und damit einhergehende verordnete Geschäftsschließungen unterschiedlich sei. Einige Vermieter hätten durchaus ein offenes Ohr, andere verwiesen auf die Pflicht des Mieters, seinen Zahlungen nachzukommen. Hinzu kämen Millionenbeträge für die aktuell eintreffende Ware. „Ich habe Verständnis für die Politik, aber unsere wirtschaftliche Lage ist dramatisch. In aller Offenheit, wir stehen davor, bereits jetzt Tafelsilber, was sich vorherige Generationen erarbeitet haben, dem Verkauf zuzuführen, weil wir sonst diese Krise nicht überleben würden.“ Zugleich sei man entschlossen, auch mit Blick auf 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „jetzt nicht aufzugeben, weil wir daran glauben, dass unser Geschäftsmodell auch eine Zukunft haben wird.“