Frau Kähler, sind Sie mit der zweiten Ausgabe der Gallery Shoes zufrieden?
Ja, ich bin zufrieden. Insbesondere die ersten beiden Tage sind für unsere Aussteller wirklich gut gelaufen. Unsere Premierenveranstaltung im Sommer war sicherlich vielfach von Neugier begleitet. Jetzt hat die Gallery Shoes ein hohes Maß an Ernsthaftigkeit gewonnen. Händler und Einkäufer haben entschieden: Diese Messe muss ich besuchen. Wir haben das Niveau nicht nur halten, sondern auch steigern können. Das war unser Ziel.
Welches Feedback haben Ihnen die Aussteller speziell aus dem Komfort- und dem Kids-Bereich gegeben?
Aus dem Komfort-Segment haben wir durchweg positive Stimmen gehört. Gerade hier gab es ja vor dem Neustart der Gallery Shoes viele Diskussionen dahingehend, ob diese Aussteller auf unserer Messe eine neue Heimat finden können. Heute können wir diese Frage klar mit ‘Ja’ beantworten. Ich muss sagen, der Komfortschuhsektor stellt ein beeindruckendes Marktsegment dar. Und ich bin sehr froh, dass die Unternehmen dieses Segments ein positives Fazit ziehen.
Der Kinderschuhbereich liegt mir persönlich ganz besonders am Herzen. Hier haben wir einen Hallentausch vorgenommen. Es sind einige Marken hinzugekommen. Das Standbaukonzept wurde nochmals erneuert. Dahinter steht ein klares Signal an unsere Aussteller: Wir investieren für Euch, wir möchten Eure Marken noch schöner darstellen. Auch hierzu haben wir viele sehr zufriedene Stimmen gehört. Die Terminfrage ist speziell für das Kinderschuhsegment ein Thema, das ist uns bewusst. Ich werde alles dafür tun, dass wir auch den Kinderschuh-Anbietern hier eine Basis bieten können.
Sie erwähnten die Terminfrage. Aussteller haben uns signalisiert, dass ein Termin zwei Wochen früher optimal wäre. Was halten Sie davon?
Ich denke, der Termin der nächsten Gallery Shoes (2. – 4. September) ist allseits akzeptiert. An uns wurde ein Sommertermin Anfang September als Wunsch herangetragen; dem haben wir entsprochen. Was den März-Termin angeht, so sind wir in Gesprächen. Wir müssen hier allerdings auch auf die Location Rücksicht nehmen. Allein wegen unserer Leichtbauhallen benötigen wir eine längere Aufbauzeit. 2019 kommt ein Problem dazu: Karneval! Wir werden am Rosenmontag in Düsseldorf keine Messe stattfinden lassen. Und ein noch früherer Termin würde zu nah an die Micam heranrücken. Ich sehe aber Möglichkeiten, für den März 2020 einen um etwa eine Woche früheren Termin für die Gallery Shoes zu finden.
Als ‘Baustelle’ wurde die immer noch nicht ausreichende Internationalität genannt. Wie sehen Sie das?
Ich weiß, dass im Hinblick auf das internationale Publikum mancher nicht zufrieden war. Insofern ist das eine Hausaufgabe, in die wir – auch ich persönlich – stärker investieren müssen. Die Reaktionen aus dem Markt zeigen allerdings, dass unser Engagement gesehen wird. Ich möchte auf jeden Fall erreichen, dass die Internationalität steigt. Und ich verspreche: Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, noch mehr internationales Publikum für die Gallery Shoes zu gewinnen.
Gibt es für den Sommer Pläne etwa hinsichtlich weiteren Flächenzuwachses?
Für uns ist wichtig: Wachstum muss langsam und organisch erfolgen. Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis. Das würde auch die organisatorischen Prozesse auf unserem Gelände erheblich erschweren. Die Fläche, in der jetzt der Food Court untergebracht war, können wir allerdings im Sommer für Schuhkollektionen nutzen; die Leichtbauhallen bleiben selbstverständlich bestehen. Die grundsätzliche thematische Aufteilung der Flächen wird ebenfalls erhalten bleiben; ich sehe für die neue Halle ein Angebot zwischen Contemporary und Premium.
Das vollständige Interview lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 12/2018.