Am besten schnitt der Schuhhandel in der Mitte Deutschlands ab. Hier wurde ein Plus in Höhe von 24,9% verzeichnet. Das geringste Umsatzwachstum gab es im Osten – hier lag das Plus bei “nur” 15,8%.
Die meisten Händler zeigten sich sehr zufrieden mit dem Monat April – von “eitel Sonnenschein im wahrsten Sinne des Wortes” war sogar die Rede. Die zum Teil befürchtete “andauernde Verkaufszurückhaltung” ist nicht eingetroffen: “Im April war die Stimmung sehr positiv. Da hat sich etwas gelöst”, so ein Händler. Der April lasse daher hoffen, “dass am Ende eine schwarze Null herauskommt.” Denn: Die extremen Minuszahlen vom März sind für viele Händler kaum noch einholbar. “Der März hat uns natürlich böse reingeritten. Aber aufgrund des guten Aprils bin ich zuversichtlich, was den Rest des Jahres angeht – wenn das Wetter mitmacht”, bilanziert ein Händler.
“Als sich die Sonne endlich gezeigt hat, ist das Geschäft durchgestartet”, berichtete eine Händlerin aus dem südlichen Niedersachsen. Statt Stiefeln, Stiefeln, Stiefeln stand den Kundinnen nun der Sinn nach frühlingshafter Ware. Vor allem Ballerinas und sportliche Sneakertypen wurden sehr gut abverkauft. Hinzu kamen elegante Pumps. “Insgesamt liefen flache Schuhe aber weitaus besser als solche mit Absatz”, erklärte ein befragter Unternehmer. Der Frühlingsanfang scheint auch die Männer in modischer Hinsicht beflügelt haben: Farbige Schuhe bzw. Modelle mit farbigen Sohlen wurden sehr gut abverkauft. “Die Herren wollen Highlights”, lautete die Erklärung für diese Entwicklung. Erwartungsgemäß trug auch das Geschäft mit den Kinderschuhen zu den guten Umsätzen bei. Viele Eltern deckten ihren Nachwuchs bei Gelegenheit gleich mit mehreren Schuhen für die kommenden Monate ein.