„Das wirtschaftliche Umfeld für den Konsum ist nach wie vor hervorragend. Viele Verbraucher aber sind wegen der Zollstreitigkeiten mit den USA und den vielen offen ausgetragenen Konflikten in der Bundesregierung verunsichert. Die Politik muss deshalb jetzt auf allen Ebenen für Stabilität und Verlässlichkeit sorgen∑, erklärt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne sich eine Bundesregierung, die von einer Krise in die nächste taumelt, nicht länger leisten.
„Die Bundesregierung muss jetzt einig und entschlossen
Herausforderungen wie die Digitalisierung annehmen und die richtigen Rahmenbedingungen für eine dauerhafte Stabilisierung der Binnenkonjunktur schaffen“, sagt Sanktjohanser. Das HDE-Konsumbarometer für Oktober mache deutlich, dass die Verbraucher nach einigen unruhigen Monaten eine abwartende Haltung einnehmen.
Dementsprechend bewegt sich der Konsumindex kaum. Die Verbraucher bleiben verhalten optimistisch. Die Höchstwerte des HDE-Konsumbarometers aus der Mitte des vergangenen Jahres erreiche die Gesamtstimmung allerdings bei weitem nicht mehr. Die Einkommenserwartung liege trotz eines geringfügigen Rückgangs immer noch auf einem hohen Niveau. Die Befragten haben laut HDE mit Blick auf die gute Beschäftigungslage gute Gründe, weiterhin mit einer positiven Einkommensentwicklung zu rechnen. Die Konjunkturwartung spiegelt den verhaltenen Optimismus der Wirtschaftsforschungsinstitute wider.
Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren.