Trotz einer gewissen Stabilisierung in der Gesamtwirtschaft sinkt die Stimmung der Verbraucher im November nach zwölf Monaten zum ersten Mal wieder spürbar, hat das HDE-Konsumbarometer ermittelt. Die Erwartungen in der deutschen Wirtschaft haben sich laut Handelsverband Deutschland (HDE) zwar verbessert, die befragten Konsumenten würden diesen Optimismus aber nicht teilen. Zwar sei das aktuelle Niveau noch merklich höher als vor einem Jahr, aber die Erholung in den Sommermonaten ist damit bereits wieder Geschichte, heißt es in der Pressemitteilung. Als Grund für die schlechte Entwicklung gibt der Verband die angespannte geopolitische Lage, die zur Unsicherheit bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern beigetragen hätten.
Im Ergebnis planen die Menschen in Deutschland weniger Konsumausgaben ein. Der Teilindex der Sparneigung verschlechtert sich daher signifikant von 111,10 auf 108,82. Auch sonst wirken sich die meisten Indizes negativ auf den Konsum aus. Der Einkommenserwartung verschlechtert sich leicht von 98,80 auf 98,16, die Anschaffungsneigung von 86,37 auf 85,44. Die Konjunkturerwartung befindet sich seit Monaten auf niedrigem Niveau – und verschlechtert sich weiter von 78,11 auf 76,70. Die Erwartung der Preisentwicklung entwickelt sich negativ von 96,80 auf 94,31. Lediglich die stabilen Zinsen wirken sich leicht positiv auf die Konsumstimmung aus. Der Index für die Zinserwartung ist um fast zwei Punkte von 92,10 auf 93,85 angestiegen.