Auch im April nimmt die Konsumstimmung in Deutschland weiter an Fahrt auf. Zwar bleibt sie nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, ein Anstieg ist jedoch deutlich bemerkbar. So konnte der Gfk-Konsumklimaindex von -27,3 Punkten um 3,1 Zähler auf -24,2 Punkte steigen. Der Konsumklimaindex entsteht aus einer gemeinsamen Kollaboration zwischen der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) und dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen e.V. (NIM).
Vor allem die ebenfalls wachsende Sparneigung der Deutschen hält die Konsumstimmung von einer stärkeren Entwicklung ab. Hier liegt mit 14,9 Punkten ein weiterhin hohes Niveau vor. „Der im Vergleich zu den beiden Vormonaten stärkere Anstieg des Konsumklimas ist vor allem auf die spürbare Zunahme der Einkommenserwartungen zurückzuführen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Aus unseren Analysen wissen wir, dass sich die Einkommenserwartungen vor allem an der realen Einkommensentwicklung orientieren. Und hier sind die Signale durchaus positiv. Lohn- und Gehaltszuwächse in Verbindung mit einer zuletzt rückläufigen Inflationsrate bilden die Basis für eine steigende Kaufkraft bei den privaten Haushalten.“
Neben der verbesserten Einkommenserwartung steigt auch die Anschaffungsneigung, wenn auch nur moderat. Diese steigt um 2,7 auf -12,6 Punkte. Gleichzeitig zeigen sich die Deutschen etwas weniger pessimistisch in den Konjunkturaussichten. Mit 0,7 Punkten ist hier der höchste Wert seit Juli 2023 zu beobachten, nachdem der Index um 3,8 Punkte zugelegt hatte.