„Die Beschäftigten bei Amazon haben den Black Friday zum Make Amazon Pay Day umbenannt“, sagt Silke Zimmer, Mitglied des Verdi-Bundesvorstands. Denn an den Tagen um den für Unternehmen heiß ersehnten Black Friday soll es vor allem um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen gehen. „Nur Tarifverträge schützen Beschäftigte verbindlich vor Unternehmenswillkür“, so Zimmer weiter.
Aus diesem Grund ruft die Vereinte Dienstleistergewerkschaft Verdi in der Nacht von Donnerstag auf den Black Friday-Freitag zum Streik auf. Mit Beginn der Nachtschicht sollen in den fünf Fulfillmentcentern in Koblenz, Rheinberg, Dortmund, Leipzig und Bad Hersfeld die Beschäftigten ihre Arbeit niederlegen.
Der Streik markiert das zehnte Jahr des Vorhabens. Seitdem konnten die Beschäftigten bereits Verbesserungen erwirken. Zu den aktuellen Hauptforderungen gehören Flächentarifverträge für den Einzel- sowie den Versandhandel, aber auch einen „Tarifvertrag für Gute und Gesunde Arbeit“. Erhöhte Arbeitsbedingungen sollen den Leistungsdruck schmälern und das Arbeitsklima verbessern.