Die Gerüchteküche rund um die Kultmarke Converse brodelt: In einer aktuellen Einschätzung deutet Laurent Vasilescu, Senior Analyst bei BNP Paribas Equity Research, an, dass Nike einen Verkauf von Converse in Betracht ziehen könnte. Ausschlaggebend für diese Spekulationen seien die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen der Marke. Das berichtet das US-amerikanische Branchenmedium Footwear News.
Der Umsatz von Converse ist im ersten Quartal um 28% gefallen, im zweiten Quartal um 31%. Das EBIT rutschte laut Vasilescu dabei „in den negativen Bereich“. Auch die Bruttomarge der Marke habe sich verschlechtert: Sie sank von einem Minus von 620 Basispunkten im ersten Quartal auf nun 700 Basispunkte im zweiten Quartal. Gründe dafür seien niedrigere durchschnittliche Verkaufspreise und höhere Produktkosten – Zölle wurden nicht explizit als Kostentreiber genannt. Der deutliche Preisverfall deute auf verstärkte Abverkäufe hin, wodurch die Verkäufe an Großkunden um mehr als 30% zurückgehen könnten. Zudem habe Nike laut dem Analysten die Ausgaben zur Nachfragesteigerung – sprich: Marketing – im Vergleich zum Vorjahr drastisch – um 44% – reduziert.
Ein möglicher Verkauf von Converse würde sich in eine Reihe von Markenverkäufen bei Nike einreihen – darunter Cole Haan, Umbro, Starter, Bauer und Hurley. „Eine Veräußerung von Converse würde die Veräußerung aller von Nike erworbenen Marken abschließen“, so der Analyst weiter.
Bereits seit längerem wird über einen Verkauf von Converse spekuliert. Das Wirtschaftsmedium Bloomberg hatte im Oktober einen entsprechenden Kommentar seiner Kolumnistin Andrea Felsted veröffentlicht. Der Titel: „Nike should just do it and sell Converse.“