„Ein Umzug von Görtz in eine andere Stadt ist nicht geplant“, sagt Bolko Kissling auf schuhkurier-Anfrage. Allerdinge gebe es neben der Zentrale in Hamburg nun zwei weitere Standorte, von denen aus gearbeitet werde – einen in München und einen in Wien. „Alle drei Standorte arbeiten zusammen“, so Kissling.
In München ist demnach das Team Product Development für das Lifestyle- und das Lounge-Konzept aktiv. Etwa acht Personen, vorwiegend Designerinnen und Designer, bearbeiten diese Bereiche von der Bayerischen Landeshauptstadt aus – weitere Mitarbeitende werden gesucht. Hinzu kommen sollen als weiterer Verantwortungsbereich auch die Görtz-Eigenmarken. Das Münchner Team hat einen eigenen Geschäftsführer: Max von Forstner. Er ist laut seinem LinkedIn-Profil Co-Founder von Charry, einer Logistikplattform für Retailer und Marktplätze. In Wien sitzt inzwischen das Görtz-Einkaufsteam mit ebenfalls etwa acht Personen.
Zentrale und Logistik sind nach wie vor in Hamburg ansässig. Das soll nach dem Willen Kisslings auch so bleiben. Knapp 50 Personen sind laut dem Unternehmer in der Zentrale beschäftigt. Weil in dem Gebäudekomplex an der Spitalerstraße im Herzen Hamburgs inzwischen etliche Büros leer stehen, werde aber nach einem neuen Standort gesucht. „Dass wir innerhalb Hamburgs umziehen werden, steht außer Frage“, betont Kissling. Mit dem Vermieter sei man bereits in Gesprächen. Es sei aber nicht das Ziel, in eine andere Stadt umzuziehen.
Warum Wien? Warum München? In Wien hat der Unternehmer, der ursprünglich aus dem Logistik-Bereich kommt, seit jeher ein Büro. München wiederum habe sich eher zufällig ergeben, weil man dort das entsprechende Personal gefunden habe, so Kissling gegenüber schuhkurier.
Der Unternehmer blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate: Nach einem für die gesamte Branche schwierigen Januar sei man jetzt – Mitte Februar – auf einem guten Weg. „Wir laufen seit einer Woche über Plan“, so der Unternehmer. Im April sollen erste neue Konzepte an den Start gehen.