Kunden können zunächst einen Scan in einem ausgewählten Vivobarefoot-Store buchen, bei dem die anatomische Form beider Füße erfasst wird. Anhand dieser Daten wird die Sandale individuell produziert. Charakteristisch ist das sogenannte Tabi-Design mit geteilter Zehenpartie, das dem großen Zeh eine eigenständige Bewegung ermöglichen soll. Dadurch sollen Balance, Stabilität und Abdruckverhalten beim Gehen verbessert werden.
Das Modell verwendet ein neues, leichtes Schaummaterial, das mittels additiver Fertigung von Carbon hergestellt wird. Konkret kommt Carbons Digital Light Synthesis (DLS)-Verfahren in Zusammenarbeit mit Oechsler zum Einsatz, das Material ist Carbon BL6 PU-Schaum. Laut Vivobarefoot verbessert das die Flexibilität, den Tragekomfort und die Reaktionsfähigkeit und reduziert durch die Produktion auf Bestellung Materialabfälle.
Die Plattform Vivobiome wird in Partnerschaft mit Carbon entwickelt, das Technologie, Materialien und ein dezentrales Druck-Netzwerk bereitstellt, während Oechsler als Produktionspartner fungiert. Carbon ist in der Schuhbranche bereits durch die Zusammenarbeit mit Adidas an den Modellen Futurecraft 4D und 4DFWD bekannt geworden.
Vivobarefoot-Mitgründer Asher Clark beschreibt die Sandale als Schritt hin zu mehr Personalisierung im Schuhdesign – Alltagsschuhe, die die Füße trainieren und stärken sollen.
Der Tabi Gen 02 ist die Weiterentwicklung des Tabi Gen 01, der in einer limitierten Auflage von 590 Paaren produziert wurde. Auch der Nachfolger startet zunächst in begrenztem Umfang: Vivobarefoot rollt den Tabi Gen 02 als In-Store-Scan-to-Print-Schuh im Rahmen der Vivobiome-Plattform aus. Die Einführung ist bewusst begrenzt und in Phasen gestaltet.
Der Vivobiome Tabi Gen 02 ist seit dem 4. Mai 2026 erhältlich und kostet 110 £ bzw. 150 US-Dollar.