Kleinigkeiten entscheiden über Erfolg
Wenn alles klappt und die Schuh-Idee tatsächlich in die Produktion geht, bekommen diejenigen die genug gespendet haben, das Produkt als erstes zugeschickt. Wie erfolgreich das funktionieren kann, zeigt das finnische Start-Up Rens, das mit seinen Sneakern aus Kaffeesatz dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Plattform Kickstarter Geld gesammelt hat. Mit rund 16.000 Euro als Ziel angetreten, wurde die Summe bereits nach einem Tag erreicht. Zum Ende der Kampagne nach zwei Monaten kamen über 300.000 Euro zusammen. Rens ist bereits eine etablierte Marke, das Konzept eine Weiterentwicklung der bereits existierenden Modelle. Für die Unterstützer ist das Risiko minimal, das Unternehmen bekommt dafür etwas Planungssicherheit.
Die Kampagne vor zwei Jahren, mit der das Unternehmen seinen ersten Sneaker finanziert hatte, zeige aber auch, wie unsicher Crowdfunding sein kann, erinnert sich Firmenmitgründer und CEO Jesse Khanh Tran: „Unser Team bestand aus sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die Kampagnenmaterialien waren rückblickend ziemlich rudimentär.“ Niemand kannte Rens oder die Personen dahinter, das Netzwerk ging nicht über ein paar befreundete finnische Investoren hinaus.