Gegründet wurde der Laden von drei Freunden, die irgendwann feststellten, dass sie alle eine sehr ähnliche Sicht auf die Dinge des Lebens im Allgemeinen und die Mode im Speziellen haben.
Die Inhaber Philip Gaedicke, Omer Ben-Michael und David Fischer sind bereits seit vielen Jahren fest in der Modebranche verwurzelt, die beiden letztgenannten hauptsächlich im Online-Handel. Allen war von Anfang an klar: Wenn sie gemeinsam etwas auf die Beine stellen würden, wollten sie etwas Reales, sprich einen Store zum Anfassen, aus der Taufe heben. Der direkte Kontakt zum Menschen ist für alle drei von immenser Bedeutung. So entstand im April 2010 dieser coole Store in der Torstraße in Berlin Mitte.
Das Konzept des Ladens ist simpel: „Wir verkaufen Produkte, die uns gefallen und die unseren Lebensstil widerspiegeln. Dies betrifft sowohl Kleidung und Schuhe, als auch Bücher, Design-Objekte und Kunst. Wir mixen Premium Streetwear mit High-End Marken, haben jede Menge Basics, aber auch experimentelle Teile im Sortiment. Es geht uns in erster Linie um Stil, nicht um teure Labels oder Logos“, erklärt Philip Gaedicke. Das Ziel ist es, jede Saison einen zeitgemäßen Ausblick auf die Männermode zu bieten. Durch den breitgefächerten Mix aus europäischen, amerikanischen und asiatischen Designern – von casual bis elegant – steht für jeden Geschmack etwas zur Verfügung.
Ständig neuer Input
Inspirationen holt sich das Trio vorrangig auf Reisen in die USA und nach Asien. Besonders in New York und Tokio gibt es eine atemberaubende Store-Szene und ein riesiges Angebot an neuen Brands, die in Europa größtenteils noch unbekannt sind. Diese überwältigende Fülle an Eindrücken liefert immer wieder Input für das gesamte Wesen des Berliner Stores. Derzeit sind bei den Kunden Norse Projects, Our Legacy, Nanamica, Han Kjobenhavn, Thom Browne, Acne, Kenzo, Nike und Common Projects Sneakers besonders gefragt. Darüber hinaus zählen Carven, Buttero, Andersen Andersen, Diemme, Dries Van Noten, Grenson, Jil Sander, Libertine Libertine, Orlebar Brown, Les Berlinois, Levi’s Vintage Clothing etc. zum Portfolio. Auch wenn der Soto Store eigentlich nur für Männer konzipiert wurde, passiert es oft, dass auch Frauen vorbeischauen und durch die Regale und Kleiderständer stöbern. Sie interessieren sich meistens für schöne Basics wie Männerhemden, Sweater, Jacken und Accessoires.
Entspannung pur
Überzeugend ist die betont lässige Optik dieses Ladens. Alles wurde hell und einladend gestaltet. Im weitläufigen Store setzt man intensiv auf die Symbiose aus alt und neu. Teile vom Flohmarkt treffen auf Möbel-Klassiker, unspektakuläre Rollstangen stehen neben moderner Kunst, Bücher und Parfums ruhen auf alten Reisekoffern. Große Teile des Inventars treten optisch in den Hintergrund und überlassen der Ware die große Bühne. Eyecatcher sind überall verstreut in den Räumlichkeiten. Besonders schöne Teile werden stilvoll auf den ungewöhnlichsten Warenträgern inszeniert. Ein großes Maß an Entspanntheit war bei der Planung und Umsetzung des Erscheinungsbildes wichtig, denn Hemmschwellen und Berührungsängste sollten tunlichst von vornherein ausgeschaltet werden. Schafft man es, Passanten spontan zu einer Entdeckungstour einzuladen, ist viel erreicht. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt natürlich das Personal, welches fachkundig, aber gleichzeitig sehr diskret wesentlich zum Erfolg beiträgt. Im Grunde will Soto als Ort der Begegnung verstanden werden: „Wir wollen informieren, sprich Kunden außergewöhnliche Produkte und die Designphilosophien der Brands näherbringen. Das ist unsere Leidenschaft.“
www.sotostore.com