Durch den City Retreat führten Manuela Sobotka, Brand Manager von Legero, Funda Vanroy, Markenbotschafterin und Moderatorin, und Dr. Matthias Manke, Orthopäde und Buchautor. (Foto: Legero United/Klaus Knuffmann)
Matthias Menke hat als Oberarzt in der Uniklinik viele Operationen an Füßen durchgeführt. Heute will er mit seiner Praxis dabei helfen, dass es gar nicht erst so weit kommt. „Denn jede Operation ist eine zu viel. Mein Ziel ist es, die Patienten ohne OP zu versorgen. Der Nachteil ist natürlich, dass sie dann selbst mehr dafür tun müssen“, erklärte der Experte beim Retreat. Es ist ihm daher wichtig, dass den Füßen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, solange sie noch gesund sind: „Das Thema Fußpflege sieht oft so aus, dass beim Duschen das Wasser auf die Füße läuft, dann geht es in die synthetische Socke und in den nichtatmungsaktiven Schuh und die Füße sind den Rest des Tages uninteressant. Wir achten gar nicht auf unsere Füße.“ Dabei sei es evolutionär kein Zufall, dass der Körper ein Viertel seiner Knochen an den Füßen hat. Insgesamt besteht jeder Fuß aus 26 Knochen, vielen Bändern und Muskeln, die ihn stabilisieren und den Körper tragen. Diese müssten wie alle anderen Muskeln trainiert werden, um sie zu kräftigen. Gut eignen sich dafür Greifbewegungen mit den Zehen, so Menke: „Die einfachste Übung ist, auf einem Handtuch zu stehen und zu versuchen, es mit dem Fuß einzurollen und wieder gerade zu ziehen.“ Anders als beim Arm- und Beintraining im Fitnessstudio brauche es immerhin keine Hanteln und Geräte, beim Stehen ist der Körper selbst bereits das nötige Gegengewicht. Wenn die Fußmuskeln nicht trainiert werden, sinken die Gewölbe ab und ein Senkfuß, ein Spreizfuß oder ein Senk-Spreiz-Fuß kann entstehen. Die Gefahr ist dabei, dass die Probleme erst dann spürbar werden, wenn es zu spät ist. Der Mediziner plädiert deswegen dafür, sich vorsorglich um gesunde Füße zu kümmern. Die Füße zu trainieren, hilft außerdem, damit Nervenenden nicht abschwächen. So behält man auch im Alter einen stabilen Gang.