Die schuhkurier-Orderumfrage geht in die nächste Runde. Was läuft gut, wo drückt der Schuh und: Was wird für Herbst/ Winter 24/25 geordert? Diese Fragen und viele weitere haben wir erneut an den Schuhhandel gestellt – und rund 140 Händlerinnen und Händler haben geantwortet. Die Ergebnisse präsentieren wir Ihnen hier sowie in den kommenden Ausgaben.
Wer wurde gefragt?
Wie aus der Umfrage hervorgeht, sind rund zwei Drittel der befragten Unternehmen in einem einzelnen Standort vertreten. Etwa 19% der Unternehmen gaben an, zwei Standorte zu betreiben, vereinzelte führen auch bis zu zehn Geschäfte. Knapp 5% sind mit je 11-20, 21-50 oder über 50 Standorten vertreten. Rund 60% der Geschäfte stehen dabei in Ortschaften mit einer Einwohnerzahl von unter 50.000. Orte mit den Einwohnerbereichen 50.000 bis 100.000, 100.000 bis 500.000 und über 500.000 halten sich in etwa die Waage, in letzteren sind nur je 10% der befragten Unternehmen vertreten. Ähnlich verhält es sich auch in dem erwarteten Jahresumsatz der Unternehmen: Genau zwei Drittel erwarteten für das Jahr 2023 einen Umsatz von bis zu einer Mio. Euro, etwa 12% zwischen 1 bis 2 Mio. Euro. Die restlichen 18% verteilen sich auf 2 bis 50 Mio. Euro, mit 2,27% der Befragten, die über 50 Mio. Euro erwarten. Knapp die Hälfte der Handelsunternehmen verkauft außerdem Schuhe online, die andere Hälfte nutzt den digitalen Raum höchstens als Schaufenster.
Die größte Gruppe der Unternehmen (37%) sind Schuhfachgeschäfte mit einer Fläche von 200 bis 800 qm. Dicht dahinter liegen die Schuhfachgeschäfte mit einer Fläche von 100 bis 200 qm (33%) und den Geschäften mit einer Fläche von bis zu 100 qm (12%). Allerdings gaben auch hier einige Unternehmen an, mehrere Filialen in unterschiedlichen Größen zu betreiben. Die Mehrheit der Unternehmen (64%) hat dabei bis zu zehn Mitarbeitende. Und während knapp 14 % 11 bis 20 Beschäftigte verzeichnen, sind es bei jeweils 6% entweder 21 bis 50 oder 51 bis 100 Mitarbeitende. Ganze 10% beschäftigen sogar über 100 Mitarbeiter.
Wie wird geordert?
Mit welchen Erwartungen starten die Händler in die Orderrunde? Die Begeisterung hält sich in Grenzen, wie sich anhand der Ergebnisse zeigt: Auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet der Durchschnitt die Erwartungen mit 5,9 Punkten. Im vergangenen Sommer lag der Wert noch bei 6,1 Punkten. Zwar ist damit immerhin noch die Mehrheit im positiven Spektrum zu verorten, der Optimismus schrumpft jedoch. Und bei einer genaueren Betrachtung des Orderverhaltens zeigt sich auch, warum: Knapp 64% der Befragten gaben an, die Order in der Saison zurückzufahren. In der letzten Sommersaison waren es noch 57%. 6 bis 10% ist dabei der Prozentbereich, um den die Order reduziert werden soll, immerhin 41% der Händler planen Kürzungen in diesem Bereich. Bei 27% der Befragten muss die Order um 11 bis 20% verringert werden, bei insgesamt 21% sind es sogar mehr. Nur 34% planen, die Order auf dem gleichen Niveau wie in der letzten Saison zu halten, während eine Minderheit eine Erhöhung plant.