Die Hoffnung, wieder Zahlen von 2019 zu erreichen, habe sich nicht erfüllt. Dennoch ist Thomas Scherer, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Rheinland-Pfalz, zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft 2022. „Wir werden in etwa auf dem Stand von 2021 landen“, erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Vor allem Bekleidung hätte sich gut verkauft, gerade während des Kälteeinbruchs Mitte Dezember. Insgesamt wurde weniger gekauft, doch dafür hochwertiger. Vor allem an den letzten Tagen vor Weihnachten sei der Konsum noch einmal angezogen und hätte die im Laufe der Adventszeit nach oben zeigende Kurve nach einer Delle zum vierten Advent noch einmal bestätigt.
Die Vertreter der niedersächsischen Handelsverbände erklärten gegenüber der DPA übereinstimmend, dass das Weihnachtsgeschäft nicht an das von 2019 herankam. „Das Weihnachtsgeschäft ist unter dem Strich ganz gut gelaufen“, ließ sich zwar Johann Doden, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Ostfriesland, zitieren, doch von 2019 weit entfernt. „Den Umständen entsprechend war es okay“, pflichtete ihm Jan König, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Nordwest, bei. Die Einzelhandelsumsätze seien vor allem davon abhängig, ob im Ort Anlässe wie Weihnachtsmärkte für Frequenz gesorgt hätten. Gekauft wie immer hätten Jugendliche, die ihre Geldgeschenke ausgeben wollten. Unter Erwachsenen sei hingegen Konsumzurückhaltung in Erwartung von steigenden Preisen zu spüren gewesen, schlüsselte Karin Schindler-Abbes, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Hannover, auf.