Die Deutschen geben weniger im Internet aus. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH) hervor. Insgesamt lagen die Online-Umsätze von Anfang Oktober bis Ende November (nicht preisbereinigt) über alle Branchen -7,7% unter dem Vorjahreswert.
Gerade für das Weihnachtsgeschäft könne man deswegen keine größeren Impulse erwarten, auch wenn die bisherigen Zahlen kein so schlechtes Bild zeichnen, wie bisher erwartet. Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH, erklärt: „Einerseits ist die Konsumlaune im Weihnachtsgeschäft des Onlinehandels zurückgekehrt. Andererseits haben die Verbraucher sich noch im Oktober zurückgehalten und dann bei stark rabattierten Produkten zugegriffen. Selbst hohe Bestellzahlen führen dann unterm Strich immer noch nicht zu realem Wachstum.“
Unter den Branchen, die allesamt während des Weihnachtsgeschäft Einbußen im Online-Handel verzeichnen, fallen vor allem die beiden größten Cluster Bekleidung (inklusive Schuhe) und Unterhaltung (inklusive Elektronikartikel) auf. Diese fielen zwar ebenfalls um -4,0% bzw. -8,0%, würden damit jedoch „nur“ um einstellige Beträge zurückgehen.
Marktplätze sind Gewinner
Unter den Kanälen sind Online-Marktplätze die beliebtesten Orte für den Einkauf. Zwar verzeichneten auch diese ein Minus, konnten mit -1,7% jedoch fast am ursprünglichen Wert festhalten. Auch DTC und Multichannel-Händler erreichten positivere Werte, als erwartet. Hier kam es zu Umsatzentwicklungen von -4,1% und -12%. Deutlich düsterer sieht es dagegen für Online-Händler mit eigenem Shop aus. Hier lag der Rückgang bei -16,4%, womit dieser Kanal ähnlich schlecht abschneidet, wie in den drei Quartalen zuvor.