Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, lautet der Vorwurf erneut auf betrügerische Krida im Zusammenhang mit der Insolvenz der Signa Holding.
Benko soll Vermögenswerte im Wert von rund 370.000 Euro beiseitegeschafft haben, darunter Bargeld von 120.000 Euro sowie elf hochwertige Uhren, Manschettenknöpfe und Uhrenarmbänder im Gesamtwert von knapp 250.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dadurch die Befriedigung von Gläubigerforderungen verhindert oder geschmälert zu haben. Ob diese zweite Anklage beim bereits angesetzten Prozesstermin im Oktober ebenfalls verhandelt wird, ist laut Gerichtssprecher Klaus Jennewein noch offen.
Zudem gab die WKStA bekannt, dass nun auch Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue laufen. Dieser separate Ermittlungsstrang betrifft zwei Manager der Signa-Gruppe und steht im Zusammenhang mit treuhänderisch verwalteten Mitarbeiteraktien der inzwischen insolventen Signa Prime Selection AG. Die Manager sollen es unterlassen haben, zumindest einen betroffenen Mitarbeiter über die Verschlechterung der Vermögenslage zu informieren, wodurch diesem ein Schaden entstanden sein soll. Die genaue Schadenshöhe wird noch ermittelt.