Im Mittelpunkt standen dabei Strategien und Konzepte, mit denen sich insbesondere Komfortschuhhändler den wachsenden Herausforderungen des Marktes – die vor allem durch das Internet evoziert wurden und werden – stellen können. Wichtigstes Fazit: Synergien, Kreativität, aber vor allem auch eine auf Augenhöhe stattfindende Kommunikation mit dem Kunden sind unerlässlich.
"Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken", sagte etwa Thorsten Sprenger, Komfortschuh-Händler aus Warstein. "Die Zeit, in der gejammert wird, kann auch einfach für die Arbeit an neuen Ideen genutzt werden." Events, die nicht zwangsläufig "Schuhe" thematisieren müssen, sondern den Kunden schlichtweg überraschen, seien dabei ein wichtiger Bestandteil seiner Verkaufsstrategie als Händler. Darüber hinaus sei auch die Zusammenarbeit mit anderen Händlern vor Ort sowie mit den Städten selbst extrem wichtig – schließlich litten auch diese unter der zunehmend geringen Frequenz in den Fußgängerzonen.
Auch das richtige Sortiment, das zu den Bedürfnissen des Kunden passe, sei ein wichtiger Faktor für die Kundenbindung. "Komfortschuhe sind beratungsintensiv", sagte etwa Michael Zoller von der Berkemann Gruppe. "Das ist eine Chance, die man nutzen kann. Ein zugespitztes Sortiment, in dem der Kunde Modelle findet, die er im Internet nicht unbedingt entdeckt, kann dabei hilfreich sein."
Die Basis eines jeden gut frequentierten Geschäfts bilde jedoch insbesondere Verkaufspersonal: "Wenden Sie moderne Verkaufsstrageien an", forderte dabei Annette von Czarnowski, Verkaufstrainerin vom DSI. "Ein ’Kann ich Ihnen helfen?‘, mit dem man auf den Kunden zustürmt, ist nicht mehr zeitgemäß. Es geht vielmehr darum, die individuellen Bedürfnisse des Kunden zu erkennen. Und das geht nur mit viel Empathie und Authentizität."