Der Gesamtumsatz mit Schuhen lag 2024 in Deutschland bei 9,54 Mrd. Euro. Das ist ein Minus von -0,9% zum Ergebnis von 2023. Das geht aus dem Branchenbericht 2025 hervor, den das IFH Köln und die BBE Handelsberatung gemeinsam veröffentlicht haben. Die Forschenden gehen auch für 2025 nicht von einer Erholung aus. Für das aktuelle Jahr erwarten sie einen Gesamtumsatz von 9,56 Mrd. Euro, was einem Plus von 0,2% entspräche. Der Rekordwert von 9,9 Mrd. Euro aus dem Jahr 2019 würde damit nach wie vor nicht erreicht werden. „Das Umfeld für den Schuhmarkt ist herausfordernd: Globale Krisen, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen wie etwa eine Verschiebung der Ausgabenprioritäten oder der Trend zum komfortablen Sneaker haben einen nachhaltigen Einfluss auf den Schuhmarkt. Hier sind strategische Anpassungen der Händler auf unterschiedlichen Ebenen nötig, um den Herausforderungen adäquat zu begegnen“, erläutert Peter Frank, Executive Consultant, BBE Handelsberatung.
Sneaker konnten in der Tat überdurchschnittlich performen. Der Anteil von Sneakern am Schuhmarkt in Deutschland ist auf 28,2% gestiegen. 2025 könnte er laut Prognose weiter auf 29,5% steigen. „Wir gehen davon aus, dass der Sneakertrend in der Breite auch weiter anhält – Bequemlichkeit geht halt doch häufig vor Eleganz. Darüber hinaus könnte sich der Trend zur Verknüpfung der Schuhe mit vollständigen Outfits wie im Bekleidungs-Fachhandel von Vorteil für den Schuhmarkt erweisen“, prognostiziert Hansjürgen Heinick, Senior Consultant am IFH Köln. Nach Vertriebskanälen sinkt der Umsatzanteil von Schuh-Fachhändlern und -Filialisten. Sie machen jedoch mit 57% nach wie vor die absolute Mehrheit des Umsatzes aus.
Der Branchenbericht Schuhe 2025 bietet eine Retrospektive auf die Marktdaten von 2018 bis 2024, aktuelle Einschätzungen des Marktgeschehens und eine Prognose der Marktvolumina und der Vertriebswege bis 2029. Er kann im Shop des IFH Köln erworben werden. Vergünstigungen gibt es für IFH-Förderer und Mitglieder des ECC Clubs.