„Wie sind wir 2023 den Branchenherausforderungen begegnet?“, unter diesem Titel stand der Rückblick auf die angestoßenen Projekte des abgelaufenen Jahres. So wird der Start des Konzeptes SABU Protect als voller Erfolg bewertet. Inklusive des Starts der Messe wurden über 30 Händler für das Konzept gewonnen. Vor allem Händlerinnen und Händler aus kleinen und mittelgroßen Orten konnten überzeugt werden. Für diese böte das Konzept auch besonders großes Potenzial, ist sich Krug sicher: „SABU Protect ist vor allem interessant, um an Handwerker oder kleine Unternehmen Arbeits- und Arbeitsschutzschuhe zu verkaufen. Gerade in kleineren Orten, wo der persönliche Bezug zum Laden besonders groß ist.“ Auch auf das SABU Forum Handel, das letztes Jahr veranstaltet wurde, ist man besonders stolz. Nicht nur, weil mit rund 400 Personen ein neuer Zuschauerrekord gebrochen wurde. „Wenn auch einer unserer kritischsten Händler mir hinterher schreibt, dass jede Minute des Forums gut investierte Zeit war, haben wir alles richtig gemacht“, resümiert Krug. Das Konzept, die Veranstaltung online und an zwei Abenden auszurichten, habe sich bewährt, um möglichst viele zu erreichen.
Das Angebot einer unverzinsten und kostenfreien Sondervaluta ohne Maximalbetrag vergangenes Jahr habe vielen Händlern finanzielle Spielräume ermöglicht. Diese Aktion wird auch in der aktuellen Herbst/Winter-Orderrunde wiederholt, da der Handel weiterhin mit vollen Lägern und finanziellen Engpässen zu kämpfen hat. Ob die Aktion auch nächste Saison nötig sein wird, soll je nach Bedarf kurzfristig entschieden werden. Auch hat sich SABU vergangenes Jahr an der Initiative Schuhhandel hat Zukunft beteiligt und ist in an mehreren Arbeitsgruppen aktiv. Die Verbundgruppen vertreten dabei die Interessen und Perspektiven der breiten Masse an Händlern, über die die einzelnen beteiligten Händler nicht den Überblick haben können. Dass die Initiative eine neue neutrale Auftaktmesse anschiebt, was zunächst die beiden Verbundgruppen zusammen planten, bewertet Stephan Krug positiv: „Inhaltlich wollen wir alle das Gleiche, eine Auftaktmesse, bei der die Entscheider zusammenkommen und sich auf Augenhöhe austauschen. Bei der Ausgestaltung bin ich pragmatisch.“ Die Hauptsache sei das Commitment der ganzen Branche und das sei bei den aktuellen Planungen gegeben. Für 2024 liegt der Fokus auf SABU BI, einem Planungstool auf Basis von Erix 2.0 des European-Clearing-Centers. Dabei werden die Daten des Warenwirtschaftssystems ausgewertet und können mit Vergleichsclustern verglichen werden, die nach geographischen oder konzeptionellen Parametern definiert werden können. Intern wurde der Dienstleistungskatalog gestrafft. Alle Services wurden auf den Prüfstand gestellt und sollen nun übersichtlicher dargestellt werden, damit das Angebot an Dienstleistungen klarer wird.