sk: Wie kamen Sie auf die Idee, ein eigenes Label zu gründen?
Sandra Schittkowski: Ich habe zwölf Jahre in Online-Agenturen gearbeitet und bin seit vier Jahren selbstständige Strategieberaterin. In der Zeit habe ich gemerkt, was mir fehlt. Die perfekte Handtasche für Frauen, die etwas mehr durch ihren abwechslungsreichen Meetingalltag tragen müssen, und die perfekten Schuhe, mit denen ich nicht nur toll aussehe, sondern auch den nächsten Zug bekommen kann. Später wollte ich meine eigenen Vorstellungen praktisch umsetzen.
sk: Welche Herausforderungen mussten Sie mit Ihrem Label bisher meistern?
S.S.: Es war mir schon klar, dass es ein holpriger Start werden wird. Auch weil ich mich bewusst für ein eigenständiges Design entschieden habe und möglichst nachhaltig produzieren wollte. Es ist bis heute eine der größten Herausforderungen, die entsprechenden Partner, Materialien und Produktionsstätten dafür zu finden. Aber ich glaube fest daran, dass der Markt und die Nachfrage an modernen, handgefertigten und mit umweltfreundlichen Materialien verarbeiteten Taschen und passgenauen stylischen Schuhen in der Zukunft wächst.
sk: Was zeichnet Ihre Schuhe aus?
S. S.: Ihre Eigenständigkeit. Das darf ich mit Stolz so klar sagen, denn wir haben die Schuhe beziehungsweise die Leisten und das Design selbst entwickelt. Alle Schuhe verbindet eine gemeinsame Idee: Sie erinnern an alte Klassiker. Auf unseren Absätzen steht man nicht nur super, sondern man kommt auch sicher durch einen vielschichtigen Alltag. Jedes Modell ist handgearbeitet und nur aus feinsten, nachhaltig erzeugten Materialien hergestellt. Sie haben ein angenehmes Fußbett und schonen die Gelenke. Als Highlight verwenden wir exklusives Lachsleder, das in Deutschland unter ökologischen Bedingungen hergestellt wird.
sk: Heutzutage kann man fast alles tragen – und es scheint für jedes Bedürfnis das passende Produkt zu geben. Wieso gab es Ihrer Meinung nach eine Marktlücke in Bezug auf Businesstaschen und -schuhe?
S. S.: Es gibt wirklich genug Taschen und Schuhe. Trotzdem war ich der Meinung, dass es keine modernen und wirklich schicken Businessaccessoires gibt. Welche, die zu all meinen Outfits passen und nicht nach Aktentasche, Reisegepäck oder Computertasche für Männer aussehen. Auch das Material war nie meins – zu schwer, zu dunkel, zu langweilig. Ich will mit meinen Designs einfach Beides – Spaß an Mode mit Funktionalität verbinden. Auf die Schuhe trifft dasselbe zu: Hohe Schuhe gibt es genügend, bequeme Modelle auch. Die Schuhe von Nine to Five sollen diese beiden Komponenten verbinden und dabei als moderne Klassiker mehr als eine Saison überstehen.
sk: Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Trends für den kommenden Sommer?
S. S.: Bei Nine to Five wird der Sommer 2014 blau. Vor allem Azur, aber auch Sand, Creme und Nuss spielen eine wichtige Rolle. Als Highlight verwenden wir ein strahlendes Orange. Im Allgemeinen sehe ich nach wie vor einen Trend hin zu Metallic- und Naturtönen wie Gold, Bronze oder auch Kupfer. Ich persönlich mag auch Lasercuts und Laserprints gerne. Darauf freue ich mich schon. Und auf meine eigenen Schuhe, die ich im nächsten Sommer dann endlich selbst tragen kann.
www.ninetofive.biz