Der taiwanische Schuhhersteller Yue Yuen Industrial hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 8,03 Mrd. US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn sank um 2,9 % auf 381,1 Mio. US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis lag bei 366,8 Mio. US-Dollar und damit 3,1 % unter dem Vorjahreswert.
Yue Yuen gilt als weltweit größter Auftragsfertiger für Sport-, Freizeit- und Outdoor-Schuhe und produziert unter anderem für Marken wie Nike, Adidas, Asics, New Balance und Salomon. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 252,2 Mio. Paar Schuhe ausgeliefert – ein Minus von 1,2 % gegenüber 2024. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Verkaufspreis pro Paar auf 21,00 US-Dollar (Vorjahr: 20,25 US-Dollar), was vor allem auf einen höherwertigen Auftragsmix zurückgeführt wird.
Die Umsätze im reinen Fertigungsgeschäft stiegen leicht um 0,5 % auf 5,65 Mrd. US-Dollar. Deutlich schwächer entwickelte sich dagegen das Retailgeschäft der Tochter Pou Sheng in Greater China: Hier sank der Umsatz um 7 % auf 2,38 Mrd. US-Dollar. Belastend wirkten eine schwache Konsumstimmung, hohe Lagerbestände im Markt sowie verstärkte Rabattaktionen im Handel. Immerhin legten digitale Vertriebskanäle weiter zu – insbesondere Livestream-Verkäufe, die um mehr als 70 % wuchsen.
Regional zeigt sich weiterhin eine Verschiebung der Produktion in Südostasien. Während die Schuh-Exporte aus China 2025 um 11,3 % zurückgingen, legten sie in Vietnam um 5,8 % und in Indonesien um 9,5 % zu. Auch Yue Yuen baut seine Kapazitäten entsprechend aus: 54 % der Produktion stammen inzwischen aus Indonesien, 32 % aus Vietnam und nur noch 9 % aus China.
Der Konzern investiert zudem weiter in neue Standorte. In Zentral-Java (Indonesien) nahm 2025 ein neues Werk den Betrieb auf, während der Aufbau einer Fabrik in Indien voranschreitet. Insgesamt beliefen sich die Investitionen im Jahr 2025 auf rund 325,9 Mio. US-Dollar.
Für Gegenwind sorgen unter anderem steigende Löhne, die laut Unternehmen in mehreren Regionen im hohen einstelligen Prozentbereich zulegten, sowie geopolitische Spannungen und Handelskonflikte. Auch logistische Risiken bleiben ein Thema in der globalen Lieferkette.
Trotz der Unsicherheiten bleibt Yue Yuen langfristig optimistisch für den Sportschuhmarkt. Große Sportevents im Jahr 2026 – darunter Fußball-WM, Asienspiele und Winterspiele – könnten die Nachfrage nach Sportartikeln zusätzlich ankurbeln.