In seinem Logistik-Blog teilt Zalando mit, dass man bereits von Beginn an auf die teilweise faktisch falschen Inhalte in der Berichterstattung hingewiesen habe, die eine Differenzierung zwischen Falschaussagen und berechtigten Kritikpunkten enorm erschwert hätten. "Im Dialog mit RTL haben wir nach Ausstrahlung versucht, die unzutreffenden Punkte richtigzustellen. leider ist bislang keine Richtigstellung erfolgt, weshalb wir rechtliche Schritte ergriffen haben", schreibt Zalando.
Das Landesgericht Köln hat nun eine einstweilige Verfügung gegen zentrale Teile der Berichterstattung erlassen, so dass die Behauptung, dass es im Logistikzentrum Erfurt Im Jahr 2013 einen Todesfall gegeben habe, nicht mehr verbreitet werden darf. Außerdem darf RTL nicht mehr äußern, dass der RTL-Journalistin bei Kreislaufproblemen niemand geholfen hätte, dass Mitarbeiter täglich bis zu 27 Kilometer lange Laufwege hätten und dass chronisch Kranke nach sechs Monaten zu gehen hätten.
Darüber hinaus informiert Zalando auf seinem Unternehmens-Blog über mehrere Verbesserungen in der Logistik: So habe man das Arbeitszeitmodell beispielsweise in Bezug auf die geltende Pausenregelung optimiert, weitere zusätzliche Sitzmöglichkeiten im Produktionsbereich geschaffen sowie die Belohnung für Diebstahlhinweise abgeschafft, heißt es weiter. Darüber hinaus will Zalando die Logistikprozesse und Systeme bis Sommer datenschutzrechtlich überprüfen.