Das Wegbrechen von Schuhgeschäften und Filialen bedeutet auch für Furnituren-hersteller, dass Partner und Verkaufspunkte, mit denen eigentlich gerechnet wurde, fehlen. Die Lieferanten geben sich kämpferisch, ohne die Augen vor den Problemen verschließen zu wollen. „Natürlich merken auch wir, dass der Markt hart umkämpft ist!“, sagt Marco Heigl, Geschäftsführer des Furniturenanbieters Barth Schuhbandl. Er weist aber auch auf die erreichten Ziele für 2023 hin: „Bis jetzt konnten wir durch die gute Nachfrage nach vielen Produkten aus unserem Angebot, dazu gehören Schnürsenkel jeglicher Art, Einlegesohlen und vor allem auch innovative Pflegemittel, die geplanten Umsätze erreichen.“ Karl Domoracky, Head of Marketing, Collonil, beschreibt 2023 als Jahr, in dem viele Anstrengungen nötig waren, sich aber auch ausgezahlt hätten: „Der Umbruch bedeutet für Collonil, noch intensiver gemeinsam mit unseren bestehenden Partnern im Retail an Erfolg zu arbeiten. Aber vor allem, auch neue aktive Partner zu finden. Unsere Vertriebskonzepte, Workshops, Präsentationen im Retail greifen sehr gut, mit einer Vielzahl an Kunden, natürlich auch Neukunden, haben wir auch 2023 Erfolg gehabt, diesen Weg setzen wir fort!“
Die Schelchen GmbH (Pedag, Solos, Tamaris Furnituren) hat den Wachstumskurs 2023 kontinuierlich fortführen können, berichtet Geschäftsführerin Ines Bürger: „Auch 2023 schlossen wir positiv ab. Nach dem großen Einbruch im Corona- Jahr 2020 konnten wir alle drei Folgejahre im Umsatz wachsen.“ Pep-Up-Gründer Manfred Rainer bewertet 2023 als Jahr der Überraschungen: „Das Jahr 2023 war für unsere Unternehmen ein sehr spannendes und intensives Jahr, mit Umsatzverschiebungen, die uns überrascht haben, die aber den Klimaveränderungen geschuldet sind. Wir konnten trotzdem unsere Umsatzziele erreichen, neue Marktsegmente erschließen und unsere Kundenbasis erweitern!“ Für Sockenhersteller Happy Socks macht ein guter Jahresabschluss Hoffnung auf 2024. „In Anbetracht der Umstände geht es uns sehr gut. Die Abverkäufe in Q4 waren, wie zu dieser Jahreszeit gewohnt, stark und die Nachorders wie geplant. Natürlich gibt es Verkaufskanäle, welche verlieren. Wir haben allerdings auch Gewinner, die dann insgesamt zu einem leichten Plus führen“, so Head of Marketing Europe, Eileen Kujanek.