schuhkurier: Herr Schaller, was waren die Meilensteine in der Geschichte von Lloyd?
Andreas Schaller: Es gab sicher einige Meilensteine auf diesem langen Weg. Besonders herausstellen möchte ich das Gründungsjahr 1888, das den Anfang der Lloyd-Geschichte markiert. Im Jahr 1927 hat das Unternehmen den Namen Lloyd erhalten, dieser international einsetzbare Markenname war der Grundstein für die spätere Entwicklung. Zu den Meilensteinen gehört sicher außerdem die Einführung des roten Streifens im Absatz 1968, bis heute und auch in Zukunft das Markenzeichen von Lloyd und eines der wenigen im Straßenschuhsegment, welches überhaupt als Produktkennung über eine hohe Bekanntheit verfügt. Auch der Kauf von Lloyd durch die Ara AG im Jahr 1998 war von großer Bedeutung, denn dank der Firmenphilosophie der Ara war es möglich, die eigenständige Entwicklung von Lloyd beizubehalten und zu forcieren. Dafür gebührt auch der Familie Meyer der Dank, die mit ihrer Entscheidung, das Unternehmen an die Ara AG zu verkaufen, zu der Entwicklung beigetragen hat. Zuletzt haben wir im Frühjahr diesen Jahres durch die Inbetriebnahme des neuen vollautomatischen Umkartonlagers sichergestellt, die Herausforderungen der kommenden Jahre aktiv angehen zu können.
sk: 125 Jahre bedeuten einen großen Erfahrungsschatz. Kann dieser auch zur Belastung werden oder ist die Tradition ausschließlich ein Vorteil?
A.S.: Durch unseren Umgang mit diesem Erfahrungsschatz wird er nicht zur Belastung, sondern er ist ein großer Vorteil. Die Erfahrungen bremsen uns nicht aus, sondern tragen dazu bei, dass der kontinuierliche Verbesserungsprozess bei Lloyd auf den Grundwerten des Unternehmens aufbaut und damit das Markenversprechen erhalten bleibt.
sk: Welche Ziele haben Sie sich für die zukünftige Entwicklung von Lloyd gesetzt?
A.S.: Wir wollen in den Märkten, in denen wir schon heute eine nicht unbedeutende Rolle spielen, die Position weiter stärken und das Markenprofil über den Ausbau weiterer neuer Produktgruppen zusätzlich schärfen. Ferner haben wir Schwerpunktmärkte definiert, die wir in den kommenden fünf Jahren massiv angehen werden, um dort unsere Position weiter auszubauen.
sk: Was hat es mit der ‘1.000 Fenster für Lloyd’-Aktion auf sich und was versprechen Sie sich davon?
A.S.: Mit der Aktion sind wir auf unsere Stammkunden, mit denen uns eine zum Teil jahrzehntelange gute Zusammenarbeit verbindet, mit der Bitte zugegangen, uns zu unserem Jubiläum einmalig das Herrenfenster für eine Dekorationsphase in der kommenden Herbst /Winter-Saison zur Verfügung zu stellen. Durch diese Maßnahme wollen wir gemeinsam mit dem Handel unser Jubiläum feiern und für den Konsumenten herausstellen. Von der positiven Resonanz unserer Handelskunden sind wir ganz begeistert. Dafür möchten wir diesen Partner noch einmal herzlich danken! Es ist tatsächlich gelungen, 1.000 Fenster zu bekommen, die wir jetzt gemeinsam mit den Fachhandelskunden bespielen werden. Als Dankeschön für die tolle Beteiligung haben wir ein Jubiläumsgewinnspiel ins Leben gerufen, an dem alle Partner teilnehmen können, die uns mit den Fenstern unterstützen. Preise im Gesamtwert von 125.000 Euro sollten dazu beitragen, dass damit diese Partner auch für ihren Einsatz durch entsprechenden Kundenzuspruch gelohnt werden.
Das vollständige Interview mit Andreas Schaller sowie weitere umfangreiche Berichte rund um das Lloyd-Jubiläum lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 34/2013.