Schuhhersteller aus Langenfeld

Ara baut Personal am Stammsitz ab

Ara, Schuhhersteller aus Langenfeld
Ara, Schuhhersteller aus Langenfeld

Der Schuhhersteller Ara will den Standort Langenfeld zu einem Kreativ-, Service- und Innovationszentrum umbauen. Zugleich sollen dort Arbeitsplätze abgebaut werden.

Man habe bereits Anfang 2020 einen umfangreichen Transformationsprozess begonnen, teilt Ara mit. Der Corona-bedingt fehlende Umsatz in 2020 und die negative Prognose für die nächsten beiden Jahre durch Shutdown, Insolvenzen von Schuhhändlern und anhaltende Kaufzurückhaltung der Endverbraucher beschleunigten diesen nun.
Um langfristig Arbeitsplätze zu sichern, seien eine Verlagerung von Arbeitsplätzen in die Werke und ein weiterer Personalabbau am Standort Langenfeld nicht zu vermeiden. Der Personalabbau werde so sozialverträglich wie möglich vonstatten gehen. Wie viele Arbeitsplätze am Stammsitz entfallen sollen, teilte das Unternehmen nicht mit. 

Vor diesem Hintergrund soll der der Umbau des Standortes Langenfeld erfolgen. Neue Logistikprozesse, der Aufbau einer 3-D Entwicklung in der Design- und Produktentwicklung, die Stärkung des Großhandelsvertriebs, in der Produktentwicklung eine klare Ausrichtung auf den Endverbraucher sowie der Ausbau des digitalen Vertriebs sollen am Stammsitz im Rheinland im Mittelpunkt stehen.

Die Produktionsstätten in Portugal und Indonesien sollen zudem in ihren Kompetenzen gestärkt und insbesondere der Standort Portugal zum Zentrum der modelltechnischen Entwicklung ausgebaut werden.

Um kurzfristig auf den Rückgang der Paarzahlen zu reagieren, seien die Kapazitäten in den Produktionswerken bereits im laufenden Jahr angepasst worden, teilt Ara mit. Diese Maßnahme reiche jedoch „bei weitem nicht mehr aus“, um die Corona-bedingten Umsatzausfälle aufzufangen. Daher sei es nötig, lange geplante strukturelle Änderungen vorzuziehen.

Durch Vereinheitlichung von Prozessen sollen die Produktionsstätten in Zukunft deutlich mehr Eigenverantwortung bekommen. Entwicklung, Beschaffung und Produktion sollen näher zusammenrücken.

   
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Petra Steinke / 02.09.2020 - 11:47 Uhr

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