„Operative Übergabe an die nächste Generation“

Paul Green leitet Generationswechsel ein

Logo von Paul Green
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Der Schuhanbieter aus dem österreichischen Mattsee hat seine Führungsebene neu aufgestellt. schuhkurier sprach mit Geschäftsführer Gerald Huber über seine Strategie und die Auswirkungen der Corona-Krise.

Schon vor Corona habe man den Generationswechsel vorbereitet, erklärt Paul Green-Geschäftsführer Gerald Huber gegenüber schuhkurier. Jetzt wurde ein wesentlicher Schritt vollzogen. Die Geschäftsführung wurde von bislang vier Personen auf nur noch eine verkleinert. Gerhard Feger, bislang in der Geschäftsführung operativ verantwortlich für die Organisation, Thomas Seiler (Produktentwicklung) und Guido Strebel (Produktion) haben das Führungsgremium verlassen. Sie bleiben aber weiterhin Gesellschafter des Unternehmens, während Gerald Huber als alleiniger Geschäftsführer in seinem Amt verbleibt. Die Verantwortung für Organisation, Produktentwicklung und Produktion wurde, so Huber, „operativ an die nächste Generation“ übergeben. Dass die Geschäftsführung in einem weiteren Schritt mittelfristig wieder erweitert wird, sei denkbar. Für den Handel soll sich durch diesen Schritt nichts ändern. Alle Ansprechpartner seien wie bisher für die Kunden da, so Huber.


„Durch Corona massiv getroffen“


Die Corona-Krise hat auch Paul Green massiv getroffen, „womöglich sogar stärker als andere, weil wir in unserem Saisonrhythmus später sind“, so Huber Nach dem Lockdown seien die Aufträge für H/W 2020/21 eingebrochen. Auch die Order für F/S 21 sei von Vorsicht und Zurückhaltung geprägt, so der Geschäftsführer. Um auf die erheblichen Marktveränderungen reagieren zu können, habe man die eigenen Produktionsstätten in Österreich und Kroatien gestärkt und die Zusammenarbeit mit einigen externen Produktionspartnern kündigen müssen.

Huber rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang zwischen 20 und 30%. Die Kaufzurückhaltung der Menschen sei deutlich spürbar – und auch nachvollziehbar. „Wenn kaum Events und Anlässe stattfinden, wozu brauchen die Menschen neue Schuhe?“ Zugleich ist er zuversichtlich: „Es tut weh, aber wir werden da durchkommen.“ Sorge bereiten dem Unternehmer aktuell wieder steigende Fallzahlen und eine große Verunsicherung in der Bevölkerung. Auch seien weitere Insolvenzen im Handel zu befürchten. 

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Petra Steinke / 02.10.2020 - 13:50 Uhr

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