Adidas hat seinen endgültigen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht. Die Ergebnisse des vorläufigen Berichtes wurden dabei in weiten Teilen bestätigt. Der währungsbereinigte Umsatz bleibt auf dem Niveau des Vorjahres, während im Vorfeld ein einstelliges Minus prognostiziert wurde. In Euro ist der Umsatz um 5% von 22,5 Mrd. Euro auf 21,4 Mrd. Euro gesunken. Negative Währungsentwicklungen hätten sich mit mehr als einer 1 Mrd. Euro auf den Euro-Umsatz ausgewirkt. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 wurde weiterhin durch einen deutlich reduzierten Sell-in an den Großhandel beeinträchtigt. Dies erfolgte im Rahmen der Initiative des Unternehmens, die hohen Vorratsbestände abzubauen.
Die währungsbereinigten Schuh-Umsätze sind trotz der Belastung durch die Beendigung des Yeezy-Geschäftes um 4% gestiegen. Die währungsbereinigten Modeumsätze sind um 6% gesunken, die Accessoires-Umsätze um 3% gestiegen. Die Bruttomarge ist um 0,2 Prozentpunkte auf 47,5% gestiegen.
Betriebsergebnis liegt bei einem Gewinn von 268 Mio. Euro. In der letzten Prognose wurde ein Verlust von 100 Mio. vorhergesagt. Das gute Ergebnis darauf zurückzuführen, dass das vierte Quartal besser lief als erwartet. Außerdem wirkten sich die Yeezy-Abverkäufe positiv auf das Ergebnis aus. Die Idee, den Restbestand der Yeezy-Schuhe 2024 nur abzuschreiben, wurde daher verworfen. Die Schuhe sollen nächstes Jahr zumindest kostendeckend verkauft werden. Aus fortlaufenden Geschäftsbereichen gab es einen Verlust von 58 Mio. Euro. Der verwässerte Verlust pro Aktie liegt bei -0,67 Euro. Im Vorjahr lag der Gewinn aus fortlaufenden Geschäftsbereichen bei 254 Mio. Euro, 1,25 Euro pro Aktie.
Für 2024 wird ein währungsbereinigtes Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Diese Prognose basiert auf der Annahme, die Yeezy-Schuhe kostendeckend zu vertreiben, was 2024 einen Umsatz von 250 Mio. bringen würde. 2023 gab es einen Umsatz mit Yeezy-Schuhen von 750 Mio. Euro. Als Betriebsgewinn sollen 500 Mio. Euro erzielt werden.