Kein weiterer Yeezy-Verkauf geplant
Nach wie vor entsprechen die Kennzahlen nicht den Erwartungen bei Adidas, ordnet der CEO ein: „Wir wissen natürlich, dass unsere aktuelle Leistung nicht gut genug ist. Aber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir Zeit brauchen, um diese fantastische Marke und dieses Unternehmen wieder dorthin zu bringen, wo sie hingehören: an die Spitze, als die weltweit beste Sportartikelmarke.“ Vor allem der Wegfall der Yeezy-Linie wirkt sich negativ auf das Ergebnis des Unternehmens aus. Im Oktober 2022 beendete Adidas die Zusammenarbeit mit dem Yeezy-Designer Kanye West, nachdem dieser öffentlich mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen war. Im dritten Quartal wurden zum zweiten Mal Restbestände der Yeezy-Modelle abverkauft, was sich positiv auf den Umsatz ausgewirkt hat. Unter Berücksichtigung der positiven Auswirkungen der Verkäufe von Yeezy-Produkten in Höhe von rund 300 Mio. Euro (bisherige Prognose: 150 Mio. Euro) und der potenziellen Abschreibung des übrigen Yeezy-Bestands in Höhe von nun etwa 300 Mio. Euro (bisherige Prognose: 400 Mio. Euro) konnte die Jahresprognose für 2023 auf ein negatives Betriebsergebnis von rund 100 Mio. Euro verbessert werden. In der bisherigen Prognose waren die Herzogenauracher von einem negativen Betriebsergebnis von 450 Mio. Euro ausgegangen.
Einer DPA-Meldung zufolge ist dennoch noch keine weitere Welle an Yeezy-Abverkäufen geplant: „Es sind noch keine Entscheidungen gefallen“, wird Bjørn Gulden zitiert. Es sei weiterhin eine Option, dass keine weiteren Yeezy-Schuhe mehr verkauft werden.