„Läden einzurichten war immer eine Option. Berlin wäre ein Top-Kandidat für einen Amazon-Laden“, zitiert der Tagesspiegel Kleber. „In keiner anderen deutschen Stadt haben wir in so vielen Bereichen investiert, sind wir so breit vertreten und haben wir so viel vor“, so Kleber. Ein stationärer Ansatz zielt dabei offenbar zunächst auf das Buchsegment ab. Den Kunden will man ein möglichst umfassendes Angebot machen: „Menschen werden immer auch offline einkaufen. Der Kunde soll die Wahl haben“, so Kleber weiter.
In den USA ist aus der Idee bereits Wirklichkeit geworden. In Seattle eröffnete Amazon unlängst einen ersten Buchladen.
Dass der Onlinehändler stationäre Stützpunkte in Erwägung zieht, ist seit längerem in der Diskussion. Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass sich Amazon für die Filialen des US-Elektronikhändlers RadioShack interessierte. Der Filialist mit etwa 4.000 Geschäften in den USA und weiteren 1.000 in Mexiko und anderen internationalen Märkten hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Zu einem entsprechenden Deal mit Amazon kam es allerdings nicht.