Mit dem anhaltenden Wachstum von Amazon wächst auch das Marktplatz-Geschäft mit. So wurden im vergangenen Quartal 52% aller auf Amazon verkauften Produkte von Drittanbietern versendet. Je höher die Anzahl der Anbieter auf der Amazon-Plattform, desto größer das Problem mit Produktfälschungen. Diesen Zusammenhang hat Amazon erstmals im neuen Geschäftsbericht für das Jahr 2018 anerkannt. In die Rubrik ’Risikofaktoren’ wurde ein Hinweis auf Plagiate aufgenommen. Investoren werden an dieser Stelle gewarnt, dass es könne sein, dass Amazon nicht in der Lage ist, Verkäufer daran zu hindern, rechtswidrige, gefälschte oder nachgeahmte Waren zu verkaufen. Sollte dies der Fall sein, könne dies die Geschäftsentwicklung schädigen sowie dem Ruf von Amazon schaden.
Amazon vs. Birkenstock
Auch aus der Schuhindustrie werden regelmäßig Klagen über den Verkauf von Kopien auf dem Marktplatz von Amazon laut. So führte dies auch zum Belieferungsstopp durch Birkenstock 2017. Der Schuhhersteller warf dem Onlineanbieter vor, nicht ausreichend für den Schutz der Marke Birkenstock zu sorgen. Vielmehr sei es auf dem von Amazon betriebenen Marktplatz zu einer Reihe von Rechtsverstößen gekommen, die der Plattformbetreiber nicht aus eigenem Antrieb verhindert habe, teilte Birkenstock damals mit. Das „Angebot von Produktfälschungen“ bei dem Onlineanbieter widerspreche einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.