Gut 47 Jahre war Albert Mayer in seiner beruflichen Laufbahn dem Handel und den Schuhen verbunden. Hertie, Breuninger, Görtz und Salamander waren berufliche Stationen von Albert Mayer, bevor er im Dezember 2008 als Leiter des Warenbereichs nach Mainhausen kam.
Den Warenbereich koordiniert künftig ANWR Geschäftsführer Tobias Eichmeier, der in den letzten Monaten bereits gemeinsam mit Albert Mayer und dessen Team einige Weichen gestellt hat.
Im Gespräch mit schuhkurier warf Albert Mayer einen Blick zurück auf seine Jahre in der Schuhbranche.
schuhkurier: Als Sie Ende 2008 bei der ANWR gestartet sind, war die Verbundgruppe noch eine andere. Erinnern Sie sich, mit welcher Vision Sie Ihre neue Tätigkeit begonnen haben?
Albert Mayer: Fritz Terbuyken war drei Monate vor mir gestartet, wir kannten uns bereits. Er erklärte mir den Hintergrund einer Einkaufsvereinigung. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine nähere Beziehung zu einer Verbundgruppe gehabt: Warenprogramme, Konditionen, Zugang zu Märkten etc.. Am ersten Tag startete ich mit der Ausmusterung zum neuen Warenprogramm Starseller, zusammen mit einigen sehr großen Handelspartnern. Mir wurde sofort klar, dass mit solchen Aktivitäten allen Händlern geholfen wird: Bündelung von Mengen auf wenige Artikel für die Industrie, für die der Handel hohe Konditionen erhält.
2009 wurde der ANWR Campus als Messestandort eröffnet. War das ein Meilenstein?
Bereits in meiner ersten Woche diskutierten Fritz Terbuyken und ich über die Messelandschaft unserer Branche. Schnell kamen wir auf die Idee, eine Auftaktmesse für unsere Händler ins Leben zu rufen. Der Gedanke: Dem Handel eine frühe Trendinformation zu bieten und die Gelegenheit, erste neue Kollektionen zu sichten, die Saison-Auftaktfenster zu kreieren, sich mit den Kollegen auszutauschen. Das war die Geburtsstunde der „First“. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits zwei ANWR-Messen in Mainhausen, die „Wellness“-Days mit ca. 45 Marken und die „Fashion“-Days im Hauptgebäude, im Erdgeschoss der DZB Bank und in der Hall of Sport. Mit dem Umbau der Lagerhallen zu Messeflächen konnten wir sukzessive unsere Messen ausbauen. Aus den Wellness-Days wurde dann unsere bedeutendste Messe „Second“. Dies umsetzen zu dürfen und auch tatsächlich mit Erfolg zu pushen, hat mächtig Spaß gemacht.