Luís Onofre steht damit weiterhin an der Spitze einer Gruppe von 26 Unternehmern, die in den nächsten drei Jahren den 1975 gegründeten Verband mit Sitz in Porto leiten werden.
Die Krisen der zurückliegenden Jahre sind auch an den portugiesischen Schuhherstellern nicht spurlos vorübergegangen. Man müsse anerkennen, dass die Covid-19-Pandemie in den letzten Jahren „einen großen Einfluss auf unsere Aktivitäten hatte“, sagte Onofre anlässlich seiner Wiederwahl. Darüber hinaus hätten die stark exportorientierten Sektoren „mit den Folgen des Krieges in der Ukraine zu kämpfen, insbesondere in Bezug auf die Inflation und den wirtschaftlichen Abschwung auf unseren wichtigsten Märkten.“
Unterdessen hat der Verband einen Strategieplan für das nächste Jahrzehnt vorgelegt, um laut dem wiedergewählten Präsidenten „die portugiesische Schuhindustrie zu einem wichtigen Bezugspunkt für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zu machen.“ Im Rahmen dieses Plans sind bereits zwei Großprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 140 Mio. Euro vorgesehen. Der Schwerpunkt soll auf Maßnahmen im Zusammenhang mit der Internationalisierung der Mitgliedsunternehmen liegen. In einer Zeit, in der die Volkswirtschaften weltweit immer noch ein sehr bescheidenes Wirtschaftswachstum verzeichnen, werde die Fähigkeit, neue Märkte und Kunden zu erreichen und in Segmente mit höherer Wertschöpfung vorzudringen, von entscheidender Bedeutung sein.
APICCAPS und seine Mitgliedsunternehmen seien entschlossen, ihre Widerstandsfähigkeit und Investitionsfähigkeit unter Beweis zu stellen, so Luís Onofre.
Der Schuh- und Lederwarensektor Portugals umfasst etwas mehr als 1.500 Unternehmen mit 40.000 Beschäftigten. Er exportiert mehr als 90% seiner Produktion, die sich Ende letzten Jahres auf 2,4 Mrd. Euro belief. In den letzten zehn Jahren sind die Ausfuhren des Schuh- und Lederwarensektors um rund 50% gestiegen.
Die Schuh- und Lederwarenproduktion ist geografisch stark gebündelt und konzentriert sich hauptsächlich auf zwei Zentren: auf die Gemeinden Felgueiras und Guimarães einerseits und Santa Maria da Feira, Oliveira de Azeméis und S. João da Madeira andererseits. Auf diese fünf Gemeinden zusammen entfallen mehr als drei Viertel der Arbeitsplätze in diesem Sektor. Weiter südlich, in der Gegend von Benedita, befindet sich ein weiteres Zentrum, das zwar zahlenmäßig Kleiner, aber dennoch sehr bedeutend ist.