Der portugiesische Industrieverband Apiccaps will mit einer neuen Vermarktungskampagne die Schuhexporte in die Vereinigten Staaten steigern. Der Verband organisiert den „Portuguese Shoes Showcase New York“ am 1. und 2. Dezember 2026. Das Programm soll als Einstieg für portugiesische Marken auf den nordamerikanischen Markt dienen und die Hersteller mit Einkäufern, Groß- und Einzelhändlern zusammengebringen. Es findet zeitgleich mit der FFANY Market Week statt, während der Einkäufer von Kaufhäusern, Premium-Boutiquen, Einzelhändlern und Distributoren in der Stadt nach neuen Kollektionen und Lieferanten suchen. „Die Vereinigten Staaten sind zu wichtig, als dass die portugiesische Schuhindustrie nicht eine wesentlich stärkere Präsenz auf diesem Markt hätte“, argumentierte der Geschäftsführer von Apiccaps, Paulo Gonçalves. Jedes Unternehmen erhalte eine individuelle Betreuung für eine erfolgsversprechende Positionierung in den Vereinigten Staaten. „Wir wollen nicht einfach nur portugiesische Schuhe nach New York bringen. Wir wollen Unternehmen dorthin bringen, die darauf vorbereitet sind, in den Vereinigten Staaten Geschäfte zu machen“, erklärte Gonçalves. „Das Ziel ist ganz klar: Wir wollen mehr portugiesische Schuhe in den Vereinigten Staaten verkaufen. Vor allem aber wollen wir dauerhafte Handelsbeziehungen aufbauen, die es unseren Unternehmen ermöglichen, auf diesem Markt nachhaltig zu wachsen.“
Im Jahr 2025 exportierte Portugal nach Angaben von World Footwear, auf die sich der Verband stützt, 1,8 Mio. Paar Schuhe im Wert von 84 Mio. Euro in die Vereinigten Staaten. Für Paulo Gonçalves gibt es Spielraum, diese Zahlen deutlich zu steigern. „Wir verfügen über Produkte, Qualität, Design, industrielle Kapazitäten und eine verantwortungsvolle Produktion. Wir haben alle Argumente, um in den Vereinigten Staaten mehr zu verkaufen. Die Herausforderung besteht nun darin, unsere Unternehmen mit den richtigen Käufern zusammenzubringen und diese Kapazitäten in Geschäft umzuwandeln“, erklärte er. Der nordamerikanische Markt durchlaufe zurzeit eine interessante Phase, so Apiccaps. Sie zeichne sich durch eine hohe Kaufkraft der Verbraucher sowie das Interesse an europäischen Marken, die für Qualität und Nachhaltigkeit stehen, aus. „Portugal wird den US-Markt nicht über den Preis erobern, und das ist auch nicht unser Weg. Wir müssen uns durch Qualität, Design, Flexibilität, Nachhaltigkeit und die Fähigkeit, in Europa zu produzieren, von der Konkurrenz abheben“, betonte Gonçalves.