Insgesamt erwirtschaftete Asos in den sechs Monaten bis Ende Februar einen Umsatz in Höhe von 550,5 Mio. Pfund (756,5 Mio. Euro). Besonders stark entwickelte sich Asos auf dem Heimatmarkt UK, hier wurde ein Umsatzplus in Höhe von 27% erzielt. Dagegen wuchs der Onlinehändler auf den internationalen Märkten mit +5% moderat. Allerdings wirkte sich hier der Wertverlust des Euro negativ aus. Bei konstanten Währungskursen hätte der Zuwachs 10% betragen. Der Gewinn vor Steuern ging von 20 Mio. auf 18 Mio. Pfund (24,7 Mio. Pfund) zurück. Die Zahl der aktiven Kunden überstieg im 1. Halbjahr 2014/15 erstmals die 9 Mio. Grenze.
Dan Wagner, E-Commerce-Experte aus Großbritannien, kommentiert die Zahlen von Asos: „Das letzte Jahr war von einem großen Lagerbrand, Fehlern in der Preisgestaltung und Gewinnwarnungen geprägt. Nach einem schwierigen Jahr hat Asos in den letzten sechs Monaten hart daran gearbeitet wieder Fuß zu fassen. Die Investition in eine Zonal Pricing Technology, die Preise je nach Liefergebiet gestaltet, hat sich deutlich ausgezahlt. Die Einführung einer Rabattstrategie verbunden mit dem Angebot von Lieferungen am nächsten Werktag und dem Click-and-collect Service haben in den Zielmärkten in Großbritannien, Europa und in Übersee Anklang gefunden.“
Doch um die Erholung der Umsätze und des Aktienkurses dauerhaft zu sichern, brauche es mehr als eine Niedrigpreisstrategie – gerade weil aggressive Preisstrategien und schnelle Warenzustellung heute zum Standard im Onlinehandel würden, so der Geschäftsführer und Gründer von Powa Technologies. „Um gegenüber Konkurrenten einen Vorsprung zu erhalten muss Asos weiter in Technologie investieren und in Bereichen wie Mobile Commerce wachsen.“