Sie stelle sich dem Mandat „mit großen Emotionen“, sagte Ceolini nach ihrer Wiederwahl. „Wir haben eine anspruchsvolle Aufgabe vor uns. Wir müssen auf eine Situation reagieren, die nicht einfach ist, in einem geopolitischen Umfeld, das von Unsicherheit geprägt ist, mit Initiativen und Projekten, die unsere Unternehmen auf den internationalen Märkten unterstützen. Mehr denn je ist es heute wichtig, die Interessen der Branche und damit unseres Verbandes wieder in den in den Mittelpunkt zu stellen.“
Giovanna Ceolini will die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Innovation und Made in Italy vorantreiben. Ein Schwerpunkt soll zudem auf der Ausbildung liegen, um den Sektor für junge Menschen attraktiv zu machen. Auch sollen neue Märkte identifiziert werden, die für italienische Schuhproduzenten interessant sein könnten.
Weitere Ziele sind die Aufwertung von Drittunternehmen (Contract Development and Manufacturing Organisations), um die traditionelle italienische Handwerkskunst der italienischen Produktion zu schützen. Auch die Messepolitik werde großzügig unterstützt, angefangen mit der Micam: Geplante Projekte sind unter anderem die Umstrukturierung der Pavillons, die Stärkung des Micam-X-Bereichs mit Schwerpunkt auf Seminarinhalten zu Themen wie Einzelhandel und Kommunikation.
Mit mehr als 450 Mitgliedsunternehmen vertritt der Verband auf nationaler Ebene. Giovanna Ceolini ist seit 2022 Präsidentin der Organisation. Sie folgte auf Siro Badon. Im Interview mit schuhkurier erklärte die Unternehmerin (Thierry Rabotin) vor einigen Wochen, in welchen Bereichen sie die wesentlichen Herausforderungen für die italienischen Schuhhersteller sieht und ab wann sie eine Erholung des Sektors erwartet.